Chinesische Frau in rotem Kleid.
Sprachkurs Chinesisch

Richtige Aussprache: Huawei & Xiaomi.

Text: Andreas List

Fernseher, Smartphones, Notebooks – viele Geräte bekannter Marken werden schon lange in China produziert. Nun schaffen es chinesische Firmen aber auch, unter eigenem Namen auf dem europäischen Markt Fuß zu fassen. Bestes Beispiel dafür ist Huawei. Doch wie spricht man die Firmennamen aus Fernost überhaupt richtig aus? Ein kleiner Sprachkurs.

Xiaomi folgt Huawei.

Huawei hat erst unlängst mit dem P20 gezeigt, dass es sehr gute Smartphones bauen kann. Nun steht mit Xiaomi bereits der nächste China-Export vor der Tür. Und Xiaomi ist nicht irgendwer.

Die 2010 gegründete Firma ist nach Börsenwert mittlerweile auf Platz 17 der größten Internetunternehmen weltweit. In China hat Xiaomi einen Status, der vergleichbar ist mit dem Image von Samsung und Apple in Europa.


Die Bedeutung von Huawei.

Huawei ist die wohl bekannteste Marke aus China. Das Unternehmen hat es auch als erstes geschafft, mit dem tatsächlich chinesischen Namen außerhalb Chinas erfolgreich zu sein.

Für den Namen gibt es keine offizielle Übersetzung. Er besteht aus zwei Teilen. "Hua" kann "Großartigkeit" und "Ruhm" bedeuten, steht aber heute häufig für "chinesisch". "Wei" hat unzählige Bedeutungen. Am besten passt "Errungenschaft" und "Leistungskraft". Huawei heißt demzufolge „chinesischer Erfolg“.

In der chinesischen Original-Aussprache klingt das dann so wie in diesem Video:

Für den internationalen Auftritt hat sich Huawei jedoch entschieden, die Aussprache etwas anzupassen. Sie entspricht damit zwar nicht mehr dem Original, ist allerdings für Nicht-Chinesen leichter auszusprechen.

Die Mitarbeiter von Huawei in Südafrika haben sich ein paar Eselsbrücken einfallen lassen, damit es mit der Sprechweise klappt. Zu sehen in diesem Video.

Die Bedeutung von Xiaomi.

Der Name Xiaomi besteht in der chinesischen Schrift aus zwei Zeichen. Wörtlich übersetzt bedeuten diese „klein“ und „Reis“, zusammengesetzt heißt Xiaomi schlichtweg „Hirse“.

Da Hirse recht unspektakulär klingt, hat Xiaomi-CEO Lei Jun den Namen näher erklärt. Ihm zufolge steht er dafür, dass das Unternehmen klein begonnen hat und auf jedes Detail achtet. Und er führt eine alte buddhistische Weisheit an, wonach ein kleines Korn Reis so bedeutsam und groß sein könne wie ein Berg.

Bei der Aussprache ist vor allem wichtig, dass das X wie ein "sch" gesprochen wird. Im chinesischen Original klingt das dann so wie im folgenden Video.

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