Wintersport mit dem Smartphone - Adobe Stock
Wintercheck fürs Smartphone

So schützen Sie Ihr Handy gegen Kälte und Schnee.

Text: Andreas List

Die kalten Temperaturen im Winter sind für Smartphones eine Herausforderung. Minusgrade machen sowohl dem Akku als auch dem Display zu schaffen. Wir zeigen Ihnen einige einfache Tricks, mit denen das Smartphone auch im Winter fit bleibt.

Smartphones haben wie andere Geräte einen Temperaturbereich, in dem sie laut Hersteller verwendet werden sollten. Apple etwa gibt an, dass iOS-Geräte zwischen 0 und 35 Grad verwendet und zwischen -20 und 45 Grad gelagert werden können. Niedrigere oder höhere Temperaturen führen zwar nicht gleich zu einem Defekt. Allerdings können sie dafür sorgen, dass Smartphones nicht mehr korrekt funktionieren.

Handy warm einpacken.

Problematisch wird die Winterkälte vor allem für das Display und den Akku. Durch die Minusgrade entlädt sich die Batterie schneller. Außerdem kann der Touchscreen träge werden und reagiert dann nicht so flott wie gewohnt auf die Eingaben.

Abhilfe ist in diesem Punkt einfach: Bewahren Sie ihr Smartphone in warmen Innentaschen etwa von Jacken oder in der Hose auf. Von Rucksäcken und Taschen ist abzuraten. Denn hier wird es auch bald kalt. Ebenfalls zweckmäßig, aber nicht sonderlich hübsch: die Handysocke. Sie sorgt dafür, dass das Smartphone nicht zu schnell auskühlt.

Extreme Temperaturwechsel vermeiden.

Nach ein paar Stunden auf der Piste wird es Zeit für die warme Skihütte. Das ist gut für die kalten Finger. Für das Smartphone bringt dieser rasche Temperaturanstieg allerdings Probleme. Durch den abrupten Temperaturwechsel kann sich Kondenswasser im Inneren bilden. Im schlimmsten Fall führt das zu Schäden an der Elektronik.

Die Lösung: Geben Sie ihrem Smartphone eine halbe Stunde Zeit, sich an die Plusgrade zu gewöhnen. Im Zweifel ist es ratsam, es abzuschalten und erst wieder in Betrieb zu nehmen, wenn es komplett aufgewärmt ist.

Eis und Schnee.

Nicht nur Kondenswasser, auch Eis und Schnee können problematisch werden. Vor allem dann, wenn die Flocken schmelzen und Wasser ins Smartphone eindringt. Halten Sie Ihr Handy also möglichst trocken.

Wenn Sie im Schneegestöber telefonieren müssen, dann verwenden sie ein Headset. Bevor Sie wieder in einen warmen Raum kommen oder das Handy in die Jacke einstecken, putzen Sie die Schneeflocken ab.

Langsam aufwärmen.

Sollten Sie das Handy doch einmal im kalten Auto vergessen und es dort über Stunden liegen gelassen haben, dann muss es langsam wieder an die Zimmertemperatur gewöhnt werden.

Schalten Sie es am besten noch im kalten Zustand aus und erwärmen es dann schrittweise. Legen Sie es zuerst in einen nicht so stark geheizten Raum – etwa den Vorraum oder Keller. Erst im zweiten Schritt holen Sie das Handy in den Wohnraum, wo es auf Normaltemperatur kommen soll.

Auf keinen Fall sollten Sie es auf einen Heizkörper legen oder mit dem Fön aufwärmen. Solche Extremschwankungen tun dem Smartphone nicht gut.

Akku schonen.

Minusgrade machen sich als erstes beim Akku bemerkbar. Die niedrigen Temperaturen sorgen für eine schnellere Entladung, die Leistungsfähigkeit der Lithium-Ionen-Energiespeicher sinkt.

Das ist allerdings nicht von Dauer. Ist die Batterie wieder auf der richtigen Temperatur, kehrt auch die gewohnte Leistung zurück. Experten raten dazu, den Akku nicht in ausgekühltem Zustand aufzuladen. Besser auch hier warten bis Zimmertemperatur erreicht ist.


Planet Drei Tipp:

Wem es nicht in erster Linie auf die Erreichbarkeit ankommt, der sollte das Handy nah am Körper tragen und nur bei Bedarf einschalten. Etwa wenn es Zeit für ein Selfie ist. Das schont den Akku und minimiert Kälteprobleme.

Skifahrer-Pärchen macht ein Selfie - Adobe Stock

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