Gold, Silber und Bronze - Medaillen über einer Bergsiluette
Winterspiele 2018

Veith gewinnt Silber im Super G, Hirscher holt RTL-Gold.

Text: Andreas List

Fast hätte es zu einer weiteren Goldenen gereicht. Eine Hundertstel entschied letztendlich am Samstag gegen Anna Veith. Die darf sich daher über Silber im Super G freuen. Eine weitere Goldene gibt es aber für Superstar Hirscher. Österreich liegt im Medaillenspiegel im Moment (Montag Vormittag) auf Platz 7.

Anna Veith verpasst Gold um 1 Hundertstel.

Ihre Beharrlichkeit hat sich ausgezahlt. Nach verpatzten Saisonen durch Verletzungspech schaffte es Anna Veith rechtzeitig zu den Spielen wieder topfit zu werden. Im Alpincenter Jeongseon sicherte sich die Salzburgerin im Super G am Samstag die Sibermedaille.

Dabei hat es lange Zeit sogar nach Gold ausgesehen. Bis die Startnummer 26 an der Reihe war: Die Slowakin Ester Ledecka. Die 22-Jährige ist Snowboard-Weltmeisterin und hatte einen Traumlauf auf Skiern. Es gelang ihr, die Bestzeit von Veith noch um eine Hundertstel zu unterbieten.

Veith freute sich nach dem ersten bösen Überraschung-Moment dennoch sehr über die gewonnene Silberne. "Eine Silbermedaille zu machen ist auch etwas extrem Großes. Für mich passt das genauso“, sagte Veith im Gespräch mit dem ORF.

Hirscher dominiert Riesenslalom.

Nach seinem Sieg in der Kombination hat sich Marcel Hirscher auch im Riesentorlauf die Gold-Medaille gesichert. In überlegener Manier legte der Superstar zwei Durchgänge in den südkroeanischen Schnee.

Er verteidigte zum Schluss seine Halbzeitführung und schwang im Ziel mit 1,27 Sekunden Vorsprung auf den Norweger Hendrik Kristoffersen ab. Auf Rang drei landete der Franzose Alexis Pinturault (+ 1,31 Sekunden).

Medaillenspiegel.

Stand nach 61 von 102 Entscheidungen.

GoldSilberBronzeGesamt
1.Norwegen99826
2.Deutschland95418
3.Niederlande65213
4.Kanada55616
5.USA53210
6.Schweden4307
7.Österreich42410
7.Frankreich42410
9.Südkorea3126
10.Japan25310

3TV: Alles zu Ihrer Zeit.

Sie haben noch geschlafen, während Matthias Mayer zu Gold gerast ist? Kein Problem. Mit 3TV können Sie den Siegeslauf auch jetzt noch in voller Länge bestaunen. Denn mit 3TV sehen Sie sich die Bewerbe einfach dann an, wenn Sie Zeit dafür haben.

mehr über 3TV

3TV Winterspiele

Mayer holt Gold im Super G.

Vier Jahre nach seinem Abfahrtstriumph darf sich Matthias Mayer über Gold im Super G freuen. Der 27-Jährige legte in der Nacht auf Freitag bei Winterspielen in Pyeongchang die beste Zeit hin. 1:24,44 Minuten war die perfekte Fahrt, die den Kärntner auf den ersten Platz brachte.

Mayer zeigte sich im ORF-Interview selbst überrascht: "Ich weiß gar nicht, ob ich das wollte. Ich wollte einfach eine gute Fahrt zeigen, unglaublich." Nach der verpatzten Abfahrt am Vortag, wo er nur Neunter wurde, schmeckt der Sieg im Super G besonders gut.

Auf den Plätzen 2 und 3 landeten der Schweizer Beat Feuz (+0,13 Sek.) und den Norweger Kjetil Jansrud (+0,18 Sek.).

Überraschung im Damen-Slalom.

Katharina Gallhuber ist im Slalom der Damen sensationell Dritte geworden. Die 20-Jährige war im Weltcup noch nie auf dem Stockerl gelandet, bester Platz war ein 6. Rang.

Nach dem ersten Durchgang lag die Niederösterreicherin nur auf Rang 9. Für den Finallauf hatte sie im Vorfeld volle Attacke versprochen und dann eine sensationelle Aufholjagd gestartet. Der Plan ging auf und so konnte sie den Tag mit einer Bronze-Medaille beenden.

Gallhuber ließ sogar die Dominatorin des laufenden Winters und Favoritin Mikaela Shiffrin hinter sich. Die US-Amerikanerin wurde nur Vierte. Den Sieg holte sich Frida Hansdotter vor Wendy Holdener.

Rodler komplettieren Medaillensatz.

Die österreichische Rodel-Mannschaft hat am beim Team-Bewerb die Bronzmedaille gewonnen. Die Staffel bestand aus Madeleine Egle, David Gleirscher und dem Doppelsitzer Peter Penz und Georg Fischler.

Mit einer Zeit von 2:24,988 Minuten erkämpften sie sich den dritten Platz in der Rodelbahn von Alpensia. Gold geht an Deutschland.

Damit hat das Rodelteam aus Österreich den Medaillensatz komplettiert. Nach Gold durch Gleirscher und Silber durch Penz/Fischer können die erfolgreichen Athleten nun auch Bronze mit nach Hause nehmen.

Biathlet Landertinger erläuft Bronze.

Der Biathlon-Bewerb über die 20-Kilometer-Distanz ist für Dominik Landertinger mit Platz 3 zu Ende gegangen. Der Oberösterreicher musste sich mit 12,2 Sekunden Rückstand dem Norweger Johannes Thingnes Bö geschlagen geben. Zweiter wurde der Slowene Jakov Fak.

Der 29-Jährige lief in der Loipe eine solide Zeit. Auf das Treppchen schaffte er es vor allem dank seiner fehlerlosen Leistung am Schießplatz. Landertinger fährt damit auch aus Südkorea mit Edelmetall nach Hause. Bereits vor vier Jahren in Sotschi war er im Sprint erfolgreich und wurde mit Silber belohnt.

Silber: Rodler schlagen erneut zu.

Das Rodlerduo Peter Penz und Georg Fischler sind im Doppelsitzer-Bewerb am Mittwoch zu Silber gerast. Im Eiskanal von Alpensia mussten sich die Österreicher nur um 0,088 Sekunden den deutschen Konkurrenten Tobias Wendl und Tobias Arlt geschlagen geben.

Das rot-weiß-rote Rodelgespann kann damit auch das Winterspiel-Pech von Sotschi endlich abhaken. Vor vier Jahren rutschten sie durch mehrere Fahrfehler im entscheidenden Lauf vom sicher geglaubten zweiten Platz im Klassement weit zurück. 2018 behielten sie die Nerven und brachten die gute Zeit ins Ziel.

Klapfer erkämpft Bronze im Langlauf.

Lukas Klapfer hat im Langlaufstation von Pyeongchang für Jubel gesorgt. Der Nordische Kombinierer lief als Dritter ins Ziel ein und darf sich über eine Bronze-Medaille freuen. Klapfer ist nach dem Springen von der Normalsschanze auf Platz 4 gelegen und hatte sich damit eine gute Ausgangsposition für den Langlauf-Durchgang geschaffen.

In dem 10 Kilometer langem Kurs gab der Steirer dann alles und drang bis in die Medaillenränge vor. Mit 18,1 Sekunden Rückstand auf den Deutschen Eric Frenzel, der seinen Sieg von Sotschi wiederholen konnte, lief Klapfer durchs Ziel. Zweiter wurde der Japaner Akito Watabe.

Hirscher erfüllt sich Gold-Traum.

Marcel Hirscher hat sich am Dienstag einen Traum erfüllt. Mit dem Sieg in der Alpinen Kombination holte er sich seine allererste Gold-Medaille bei Winterspielen.

Hirscher war in die Abfahrt mit Startnummer 2 gestartet und legte die zwölftbeste Laufzeit hin. 1,32 Sekunden fehlten ihm auf Kitzbühl-Sieger Thomas Dreßen. Im Slalomdurchgang gelang Hirscher trotz schlechter Wetterbedingungen ein ausgezeichneter Lauf. Der brachte ihn schließlich auf Rang 1 und damit auch das ersehnte Gold.

Auf dem zweiten Platz landete der Franzose Alexis Pinturault mit 0,23 Sekunden Rückstand, Bronze holte sich dessen Landsmann Victor Muffat-Jeandet, der 1,02 Sekunden zurücklag.

Erstes Gold im Rodeln seit 50 Jahren.

Gleich am zweiten Bewerbstag hatte das ÖOC erstmals Grund zum Jubeln. Der 23-jährige David Gleirscher eroberte im Rodeln die erste Goldmedaille für das österreichische Aufgebot. Nach dem dritten Durchgang lag der Tiroler auf Rang 3 und damit auf Medaillenkurs.

Mit einem Traumlauf legte er den Grundstein für den Triumph. Dass es zu Gold reichte verdankte er auch einem schweren Patzer des aktuellen Top-Rodels Felix Loch aus Deutschland. Er fiel von 1. auf 5. zurück und ließ Gleirscher am Leaderboard gleich noch lauter jubeln.

TV-Planer: Die Bewerbe in Südkorea.

Damit sie keine Entscheidung verpassen, haben wir im TV-Planer alle wichtigen Sendetermine aufgelistet.

Die Entscheidungen im Überblick.

Fragen? Hier entlang!
Haben Sie Feedback?