Stefan Sinnegger mit dem Fahrrad
Gadgets

Powunity – der Rundumschutz für Ski und Fahrrad

Text: Laura Hermann

So startet das österreichische Start Up durch.

Stefan Sinnegger ging nicht auf die Uni, um mal zu schauen, wie es dort so ist. Er ging auf die Uni, um seine Idee weiterzuentwickeln. Die Idee, die seine Karrierelaufbahn verändern wird. Doch drehen wir die Zeit mal kurz zurück.

Die Idee vom Skilift am Stubaier Gletscher.

Der Tiroler Stefan Sinnegger hat schon so einige Jobs in seinem Leben gemacht. In Wien kümmerte er sich um die Revitalisierung für Wasserkraftwerke und in Berlin steuerte er das Online Marketing für ein Start Up.
Und in seiner Freizeit fährt er, wie fast alle Tiroler, fanatisch gerne Ski. Schon als Jugendlicher war dies die Top-Priorität Nummer Eins. Und, wie sich vielleicht andere gerne zum Tratschen im Kaffeehaus treffen, plaudert man in Tirol gerne beim Skifahren.
So auch Stefan Sinnegger und Christoph Strassl, die sich auf einer Party kennengelernt haben und sich dann gleich am nächsten Tag zum Ski fahren verabredeten. Die Luft am Stubaier Gletscher hat die Kreativität der beiden sichtlich gefördert, denn hier wurde die Idee zu „Powunity“ und ihrem ersten Produkt „Never lose“ geboren. Denn als begeisterte Tiefschnee-Fahrer stellten sie sich die Frage, wie man den einen verlorenen Ski genau dort wieder findet. Und zack, war die Idee da. Ein Tracker muss her, der ein Geräusch machen kann, der was aushält und wasserdicht ist. Und wie uns Dr. Sheldon Cooper aus der Serie „The Big Bang Theory“ bereits fest eingetrichtert hat, ist alles besser mit Bluetooth.

Aber die Idee alleine reicht nicht aus.

Die Idee hinterließ Spuren in ihren Köpfen. Bei Stefan, der zurück nach Berlin musste, und bei Christoph in Tirol. Beiden war klar, dass sie daran weiterarbeiten wollten und auch, dass ein Prototyp her muss. Bis zur ISPO im Frühjahr 2015, der internationalen Sportmesse in München, hatten sie nur mehr wenige Monate Zeit. Und es wurde getüftelt und gebaut. Alles auf eigene Kosten, versteht sich. Als Mitausteller an einem Stand hatten sie knappe zwei Quadratmeter Platz zum Anwerben von Interessenten oder sogar möglichen Investoren. Doch auch der enge Platz konnte die beiden nicht stoppen und das Feedback war phänomenal. Sie sprachen mit Mysteryshoppern, bekannten Skimarken und anderen Interessenten. Und schnell wurde klar, der Markt ist mehr als bereit. Mit einer riesengroßen Portion Motivation fuhren sie von der ISPO nachhause und schmiedeten ihren Plan weiter.

Nicht für die Uni wurde gelernt.

Und was macht man als kleiner Start Up Gründer mit einer Idee im Kopf und dem Prototyp in der Hand? Stefan Sinnegger verschlug es auf die Universität nach Lund in Schweden. Klingt etwas seltsam, aber auch dieser Schritt war vom findigen Tiroler genau geplant. Denn erstens kommt die Bluetooth-Technologie aus Lund und zweitens ist Sinnegger Fan des skandinavischen Unternehmertums. Er ging nicht auf die Universität nach Lund, um zu studieren, sondern um seine Idee weiterzuentwickeln. In Schweden werden junge Unternehmen ganz anders gefördert. Er klopfte ohne Termin an Türen von bekannten Geschäftsführern und holte sich viele wertvolle Tipps. Weil man das eben im Zuge des Studienganges in Lund so machen kann. Sinnegger lobt den schwedischen Unternehmergeist, die „Macher“-Art und die flachen Hierarchien.

Bildergalerie: Powunity

© Maria Kirchner / Einfaches Fahrradschloss. Die drei Gründer des Start Ups. © Maria Kirchner / Praktisches Fahrradschloss aus Tirol. © Maria Kirchner / Gründer Stefan Sinnegger ist selbst großer Fahrradfan. © Maria Kirchner / Einfach zu bedienen. © Maria Kirchner / Immer und überall dabei. © Maria Kirchner / Damit das Fahrrad stets bei Ihnen bleibt.

Willkommen Neverlose - das Produkt.

Zurück mit Marketing- und Businessplan gründeten Stefan Sinnegger und Christoph Strassl das Start Up „Powunity“. Und auch ein Investor war schnell gefunden. Zum Ski-Produkt reiht sich gleich eine zweite Linie ein. Denn auch Fahrräder benötigen Schutz und Bluetooth, das weiß man gerade als Städter nur zu gut. Und heute besteht das Führungsteam aus Stefan Sinnegger, Christoph Strassl und Maximilian Loy. Max war von Anfang an als Freelancer in das Projekt involviert und passt mit seinem Erfahrungsschatz seiner selbstgebauten App „Snowsafe“ (über 100.000 Downloads für Lawinenwarnberichte), perfekt ins Team. Überhaupt ist jeder der Mitarbeiter begeisterter Sportler und so Teil ihrer aktiven Community.

So funktioniert Powunity - der akustische Helfer.

Die Produkte von Powunity sind ein Muss für jeden begeisterten Outdoor-Sportler. Denn sie beugen Verlust oder Diebstahl vor und sind für Fahrräder, Skier oder Snowboards bestens geeignet. Jedes Produkt verfügt über ein Audiosignal mit 107 Dezibel, also so laut wie die Alarmanlage eines Autos. Und über die App am Smartphone wird man bis zu einer Entfernung von 5000 (!) Kilometern sofort benachrichtigt, sollte irgendjemand gerade an Ihrem Fahrrad rütteln.
Für die Gründer war wichtig, dass jeder selbst die Geräte einfach an seinem Sportgerät anbringen kann. Und das in weniger als einer Minute. Zuerst wird die Baseplate am Ski, Rad oder Snowboard befestigt. Dann das Alarmgerät draufgeschraubt und dann mit der Smartphone App aktiviert.

Powunity herunterladen:
Powunity im Google Play Store Powunity im Apple App Store


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Der akustische Helfer für Ihr Fahrrad

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Die Zukunft kann kommen.

Nach dem Auftritt in der Puls4-Show „2 Minuten, 2 Millionen“ geht´s nun erstmals rund. Viele Firmen haben sich gemeldet und wollen Termine. Doch Stefan Sinnegger ist mit seinen Gedanken schon viel weiter vorne. Neue Ideen zu entwickeln, mache ihm einfach irrsinnig Spaß, sagt der Tiroler mit einem fetten Grinser im Gesicht. Und auch der Firmenname „Powunity“, der sich aus den Worten „Power“ und „Community“ zusammensetzt, wird in Zukunft in den Vordergrund gerückt. Denn das große Ziel am anderen Ende ist ihre Community zu mehr Zivilcourage anzuregen. Genauso wie die Powunity-Produkte, die einen negativen Vorgang (Ski im Tiefschnee verlieren, Rad wird gestohlen) in etwas Positives verwandeln. Stefan Sinnegger, ein Praktiker und Träumer zugleich, aber stets mit einem Plan und Ziel vor den Augen.

Powunity im Dreiland-Test.