Julia - eine ungewöhnliche Frau

Julia - eine ungewöhnliche Frau

ab 12 Jahren
 

Inhalt

Dr. Julia Laubach, gerade zur Bürgermeisterin von Retz gewählt, nimmt die neue Herausforderung mit großer Freude an. Allerdings stellt sie bald fest, dass ihr Vorgänger ein gewaltiges Chaos hinterlassen hat, was zur Folge hat, dass sie oft bis spät in die Nacht arbeiten muss. Ihrem Mann Arthur ist dieser Dauerzustand bald ein Dorn im Auge.

Besetzung und Crew

    • Schauspieler
    • Christiane Hörbiger, Peter Bongartz, Franz Buchrieser
    • Regie
    • Holger Barthel

Informationen

Dauer
k.A.
Jahr
k.A.
FSK
12
Genre
Dr. Julia Laubach, gerade zur Bürgermeisterin von Retz gewählt, nimmt die neue Herausforderung mit großer Freude an. Allerdings stellt sie bald fest, dass ihr Vorgänger ein gewaltiges Chaos hinterlassen hat, was zur Folge hat, dass sie oft bis spät in die Nacht arbeiten muss. Ihrem Mann Arthur ist dieser Dauerzustand bald ein Dorn im Auge. Als er erfährt, dass in Retz ein Landesgericht eingerichtet werden soll, zögert er nicht, den früheren Bürgermeister und neuen Landeshauptmann Reidinger unter vier Augen darum zu bitten, Julia dem Justizminister als Gerichtsvorsteherin vorzuschlagen. Reidinger, der selbst großes Interesse daran hat, Julia aus der Politik hinauszumanövrieren, kommt diese Idee sehr entgegen.
Julia und Arthur genießen Arthurs ?wiedergewonnenes? Leben, nachdem sich die Krebsdiagnose als Verwechslung herausgestellt hat. Auch für die Baufirma Reidinger scheint es einen Ausweg aus der Misere zu geben. Sebastian hat Retz vorläufig verlassen, arbeitet in einem Planungsbüro und will erst zurückkehren, wenn er den Schaden wieder gutmachen konnte. Und Regine Beranek plant nun endlich ihre Hochzeit mit dem pensionierten Gerichtspräsidenten Dr. Tischner. Eines Tages passiert etwas Unvorstellbares: Bei dem Verhör eines Zeugen, das Julia ausnahmsweise im Gefängnis vornimmt, wird der Aufsichtsbeamte von dem Häftling brutal verletzt und Julia und Regine werden als Geiseln genommen.
Auf dem Jenbacherhof herrscht Aufregung: Carlos Opermann, der Vater von Julias Enkeln Elisabeth und Wolfgang, ist aus Argentinien zu Besuch und hat der begeisterten Elisabeth ein Pferd mitgebracht, das zum Ärger von Julia und Arthur erst einmal Arthurs Auto beschädigt. Arthur hat sich indessen in seiner neuen, durch die amerikanische Saatgutfirma Calisto Limited finanzierten Kanzlei eingerichtet und erwartet die Marketingleiterin der Firma, Carol Redfield. Diese stellt sich als eine überaus attraktive Dame heraus, die es ganz offensichtlich darauf anlegt, Arthur zu verführen.
Julia kann ihren Schock über Arthurs schwere Krankheit nur schwer verarbeiten: Die Diagnose lautet Leberkrebs. Julia setzt alle Hebel in Bewegung, um weitere Diagnosen zu den ärztlichen Befunden zu bekommen, doch das Ergebnis ist immer dasselbe. Indessen startet ein anderer vom Schicksal Getroffener ein neues Leben: Carlos plant, mit der Entschädigung von Dr. Burgers Versicherung eine Pferdezucht aufzubauen, was von allen überrascht und begeistert aufgenommen wird. Ann Miller will ihn als ehemalige Reiterin tatkräftig unterstützen, während Arthur Martin Reidinger um die Verpachtung des Mährhofs bittet.
Carlos Opermann lernt nur sehr langsam seine Querschnittslähmung zu akzeptieren. Auftrieb gibt ihm nur die große Liebe und Unterstützung seiner Tochter Elisabeth, die sogar 30 Kilometer zur Rehabilitationsklinik radelt, um mit ihrem Vater ein Picknick zu machen. Julia tröstet indessen Elisabeth, die ihre hilflose Verzweiflung über den Zustand ihres Vaters an dem Pferd auslässt. Da Carlos längerfristig zu den Laubachs ziehen wird, muss sich Julia außerdem darum kümmern, den Jenbacherhof behindertengerecht umbauen zu lassen.
Arthur ist es gelungen, Martin Reidinger von der Zukunft des genmanipulierten Saatguts zu überzeugen: Reidinger bestellt eine größere Menge Saatgut für einen heimlichen Musteranbau auf Landesäckern. Bei dem Besuch einer Probepflanzung von Mais werden die beiden jedoch von Hans Sonnleitner beobachtet, der daraufhin einige Maiskolben zur Untersuchung mitnimmt. Heinz Strubreiter, der nach seiner Abwahl als Bürgermeister wieder als Streifenpolizist Dienst tut, wird vom Schicksal arg gebeutelt: Zunächst verlässt ihn seine Frau Erna, weil sie den Klatsch der Leute über ihren gesellschaftlichen Abstieg nicht aushält; dann wird er auch noch der schweren Körperverletzung verdächtigt: Er hat mit dem Bauern Aumaier das Wirtshaus im volltrunkenen Zustand verlassen, bevor dieser auf dem Hauptplatz niedergeschlagen wurde. Hilfe suchend wendet sich Strubreiter an Julia, die mit geradezu detektivischem Spürsinn dem wahren Täter auf die Schliche kommt.
Martin Reidinger wird wegen Anbaus von genmanipuliertem Saatgut angeklagt. Er nimmt die Anklage relativ gelassen und geht nach seiner Verurteilung nicht in die Berufung, sondern tritt als Landeshauptmann zurück, um endlich wieder ein anderes Leben führen zu können. Auch Arthur, der noch nicht den Mut gefunden hat, Julia von seiner Krankheit zu erzählen, reagiert auffallend gelassen auf die möglichen rechtlichen und beruflichen Konsequenzen. Als er den Druck, allein sein Schicksal zu meistern, nicht mehr aushält, vertraut er sich zunächst der pragmatischen Ann Miller an.
Ann Miller findet mit Hilfe von Julia ihr Elternhaus und beschließt, es für ein Jahr zu mieten. Bei einem ihrer Besuche bei den Laubachs fällt ihr in Carlos’ Schilderung seines Unfalls ein Detail auf, das sie auf einen ärztlichen Kunstfehler bei der Erstversorgung durch Gemeindearzt Dr. Burger schließen lässt. Gemeinsam mit Julia überzeugt sie Carlos davon, um sein Recht zu kämpfen. Julia wird in der Sache bei Dr. Burger vorstellig, der alles leugnet und seinerseits Anita beschuldigt, den bewusstlosen Carlos unsachgemäß umgedreht zu haben. Auch der damals Dienst habende Arzt des Krankenhauses deckt ihn. Es kommt zur entscheidenden Gerichtsverhandlung.
Anlässlich der aktuellen Volkszählung kommt in Retz für alle unerwartet ein Skandal ans Licht: für mehr als 500 „Karteileichen“ hat die Stadt jahrelang unberechtigt Subventionen des Bundes erhalten. Der ratlose Strubreiter wendet sich Hilfe suchend an Julia. Diese plädiert zwar für Offenlegung des Falles und Rückzahlung der zu Unrecht erhaltenen Gelder, gerät aber angesichts der dadurch drohenden Finanznot der Stadt in schwere Gewissenskonflikte. Dennoch weigert sie sich als Richterin, die Sache einfach unter den Tisch zu kehren, wie es Lena Kamper die Finanzstadträtin von Retz, von ihr verlangt. Als Lena Kamper zusammen mit Arthur nach Wegen sucht, die Rückzahlung zu finanzieren, hat Julia die rettende Idee.
Arthur wird nun auch wegen des verbotenen Anbaus von Genmais verurteilt. Als sich der als Zeuge geladene Martin Reidinger nach der Verhandlung über Arthurs Gleichgültigkeit dem Urteil gegenüber wundert, erzählt ihm dieser von seiner Krankheit. Der betroffene Reidinger legt Arthur ans Herz, einen befreundeten Arzt aufzusuchen; doch erst als Dr. Poetz persönlich am Jenbacherhof auftaucht, kann er Arthur dazu bringen, seine Krankheit nicht einfach als Schicksal zu akzeptieren und neue Untersuchungen machen zu lassen.
Wolfgang Laubach hat nach dem Bruch mit seiner Freundin Clarissa Wien den Rücken gekehrt, wodurch die Familie Laubach wieder in Retz vereint ist. Für den mit seiner Kanzlei immer am Rande des Existenzminimums agierenden Arthur eröffnen sich beruflich neue Perspektiven: Ein großer amerikanischer Saatguthersteller hat ihn dazu auserkoren, als ständiger juristischer Berater in Europa die Möglichkeiten zur Aufhebung des Verbots von genmanipuliertem Saatgut zu eruieren. Julia rät dem unentschlossenen Arthur, das Angebot anzunehmen.
Julia tritt zusammen mit ihrer langjährigen Büroleiterin Regine Beranek ihre Stelle als Gerichtsvorsteherin des neuen Retzer Landesgerichts an. Mit im Team ist der inzwischen promovierte Jungrichter Dr. Altmann, der gleich am ersten Tag in Retz mit seiner ehemaligen Geliebten Waltraut Hirmer buchstäblich zusammenstößt. Die alte Leidenschaft flackert wieder auf.
Die Liaison zwischen Waltraut Hirmer und Jungrichter Dr. Altmann wird von Herrn Hirmer entdeckt und beschäftigt schließlich sogar Julia: Sie kommt hinzu, als Hirmer Dr. Altmann auf offener Straße tätlich angreift. Bei einer kurzerhand einberufenen Unterredung in ihrem Büro erfährt sie von Frau Hirmer, dass auch sie von ihrem Mann bereits häufiger geschlagen wurde. Um weitere Gewalt zu verhindern, muss Julia hier als Richterin agieren.

Julia - eine ungewöhnliche Frau

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