Samsung Galaxy S10 Familie

Samsung Galaxy S10 im Test.

Text: Marijan Kelava

Die Einladung, ein noch nicht verfügbares Gadget zu testen und für einige Tage als einer von Wenigen nutzen zu dürfen, lässt man sich einfach nicht entgehen. So war es auch beim Samsung Galaxy S10. Ich hatte in den letzten Tagen die Ehre, das neuste Smartphone aus dem Hause Samsung mein Eigen nennen zu dürfen. Meine Eindrücke möchte ich Ihnen nicht vorenthalten.

Das Gerät kam schön verpackt bei mir an. Einige Minuten später war die Verpackung offen, das S10 eingeschalten und der Inhalt auf dem Tisch ausgebreitet. Zwei schöne Überraschungen hat Samsung für alle neuen Galaxy-Besitzer: Kopfhörer und ein USB-Adapter. Das sind kleine Details, über die man sich als Kunde freut, weil sie vielerorts nicht mehr selbstverständlich sind. So wie der Kopfhöreranschluss, an dem die Koreaner eisern festhalten. Danke Samsung.

Nachdem ich das S10 eingerichtet hatte, ging es auch schon los. Meinem Aufruf an Freunde und Bekannte in den sozialen Netzwerken, mir Fragen zum S10 zu schicken, sind viele gefolgt. Einige davon möchte ich nun gerne beantworten.

Wie ist das Display?

Man kann es mit einem Wort beschreiben: Sensationell. Ich habe schon einige Jahre mit Smartphones zutun, auch mit Galaxy-Geräten und hier hat Samsung mit Abstand das beste Display verbaut. Die Farben sind knackig, es ist hell und einfach der „Augen-Magnet“ schlechthin. Die zweite Frage:

Wie ist denn der Fingerabdrucksensor?

Samsung hat sich etwas länger Zeit gelassen, um diesen in das Display zu integrieren und das zu Recht. Denn sie haben einen Ultraschallsensor verbaut. Der ist nicht nur sicherer, sondern funktioniert auch schneller und zuverlässiger.

Aber hier muss gesagt werden, dass diese Art von Sensoren noch am Beginn ihrer „Karriere“ stehen. Somit ist in Sachen Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit noch viel Luft nach oben. Ich bin echt gespannt, wie sich das alles entwickelt.

Grundsätzlich kann ich sagen, dass er recht schnell ist und meinen Finger gut erkennt. Ich habe diesen dazu öfter in den Einstellungen hinterlegt. Zusätzlich habe ich „Face-Unlock“ aktiviert. Das geht super schnell, ist aber nicht so sicher, wie der Fingerabdruck.

Ein wichtiger Hinweis zum Fingerabdrucksensor: Dieser funktioniert mit klassischen Displayschutzfolien. Hier hat Samsung eine Schutzfolie ab Werk angebracht. Aber Achtung: Er funktioniert nicht mit sogenannten „Glas Folien“ oder „Panzerglas Folien“.

Verarbeitung und Technik.

Das S10 liegt gut in der Hand und fühlt sich leicht ab, ohne dabei billig zu wirken. Ganz im Gegenteil. Die Ränder des Gerätes sind aus Aluminium und die Front- und Rückseite aus Glas. Das fühlt man auch. Was mich allerdings am meisten fasziniert hat: Das S10 ist nur einen Hauch größer als sein Vorgänger, das S9. Das Display ist dennoch merklich größer.

Einige weitere Unterschiede zum S9 sind, dass das S10 doppelt so viel Arbeitsspeicher mit 8 GB hat. Außerdem beginnt der Speicherplatz bei 128 GB – bei S9 war man ab 64 GB dabei.

Das S10 im Praxistest.

Nach den ersten, sehr positiven Eindrücken ging es dann ans Eingemachte. Ich nahm aus meinem Xiaomi Mi Mix 3 die Sim-Karten heraus und wandelte das S10 zu meinem Alltagsbegleiter, um die Akkulaufzeit, die Kameras und das Smartphone besser einschätzen zu können. Was passt da besser dazu, als ein etwas längerer Ausflug nach Zagreb in Kroatien?

Wir verbrachten ein sonniges Wochenende in der Hauptstadt Kroatiens und ich konnte die Kamera und den Akku auf Herz und Nieren testen. Die Kamera des S10 hat sich zum Vorgänger nicht viel verändert.

Doch eine Neuerung macht es zu einem Pflichtkauf, für alle, die ein S7 oder S8 haben: Die neue Weitwinkelkamera. Mit der neuen Option fängt man so viel mehr ein, muss keine Schritte mehr zurück machen. Es passt plötzlich einfach alles ins Bild, was vorher nicht drinnen war. Eine neue Perspektive eröffnet sich.

Die folgenden Foto wurde von der gleichen Position aufgenommen. Ich war einfach überrascht, weil ich mir sowas nicht erwartet und auch noch nicht gesehen habe. Erfrischend.

Foto eines Gebäudes

Diese Aufnahme wurde mit der normalen Kameralinse gemacht.

Foto eines Gebäudes

Bei dieser Aufnahme kam das Weitwinkelobjektiv zum Einsatz.

Der Tag in Zagreb bestand hauptsächlich aus „Schnappschüsse mit der Kamera“ machen, Telefonieren, Navigieren, Twitter und Co. Während dieser Zeit beanspruchte ich den Akku ganz gut. Dieser hat eine Kapazität von 3.400 mAh und hielt eigentlich gut mit. Nach rund 6 Stunden war ich auf knapp 40% angekommen. Dabei war der Bildschirm 2,5 Stunden aktiv.

Meiner Einschätzung nach, wäre ich sicherlich auf 4 Stunden aktiven Bildschirm bzw. „Screen On Time“ gekommen. Kein exzellenter, aber ein guter Wert. Vor allem für die Größe des Akkus. Hinzu kommt noch, dass das S10 ein AMOLED-Display hat – das ist akkuschonend, auch weil ich gerne in vielen Apps den „Dark Mode“ aktiviere.

Zahlt sich ein Upgrade auf das S10 aus?

Den S9-Besitzern sage ich: Wartet auf die nächste Generation. Als S8, S7 oder gar S6 Nutzer (ja, ich hatte letztens einige davon gesehen) ist ein Umstieg auf das S10 absolut gerechtfertigt. Das Gerät ist einfach spitze und umso viel besser und schneller als die älteren Generationen.

Samsung legt einen Zahn zu.

Ein Wort noch zur Verarbeitungsqualität des S10. Ich habe das Gefühl, dass Samsung hier noch einen Zahn zugelegt hat. Ja, das S9 und die Vorgänger waren schon sehr gute Geräte. Aber das S10 ist noch einmal eine Stufe drüber anzusiedeln. Es gut liegt in der Hand und hält sich auch gut dort.

Manchmal (sollten die Hände schwitzig sein) kann es aus der Hand rutschen. Deshalb empfehle ich hier unbedingt einen Schutz. Da Samsung das Display schon ab Werk schützt, muss erstmal keine Folie angeschafft werden. Da diese aber schnell hässlich werden können, empfehle ich trotzdem welche auf Reserve zuhause zu haben. Zur Sicherheit.

Eine Folie würde ich auch für die Glas-Rückseite empfehlen, sofern keine Schutzhülle genutzt wird. Leider ist sie, was Mikrokratzer betrifft, relativ empfindlich.

Das Loch im Display.

Okay, und jetzt zur wohl wichtigsten Frage: Wie wirkt das Loch im Display? Um ganz ehrlich zu sein – gar nicht. Es fällt in der ersten Stunde auf. Danach nicht mehr. Apps passen sich ganz gut daran an. Hier muss ich ganz ehrlich gestehen, dass mich das deutlich weniger stört als all die Notches bei vielen anderen Geräten. Das Loch ist ein guter Kompromiss bzw. ein netter Zwischenstopp zum nächsten großen Ding: Den Kameras unter dem Display.

Samsung Galaxy S10 im Closeup

Mein Fazit.

Das S10 hat mich von der ersten Minute an gefesselt. Es ist schnell, smooth und schön. Die Kameraqualität ist hervorragend und die neue Weitwinkeloption bringt neue und erfrischende Perspektiven in die Handyfotografie. Für mich ein heißer Anwärter auf das „Smartphone des Jahres 2019“.

Der Autor dieses Tests, Marijan Kelava, betreibt seit vielen Jahren einen eigenen Blog. Auf www.marijanbloggt.at beschäftigt er sich vorwiegend mit Technologie-Themen. Das Samsung Galaxy S10 bekam Marijan für den Zeitraum des Tests von Drei zur Verfügung gestellt.
Fotos: (c) Marijan Kelava, Samsung

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