Noob, Bot und Camper: Eine kleine Einführung in die Gamersprache.

Text: Christoph | 05. November 2020 14:25

Was einst mit Pong, Pac-Man und Super Mario begann, entwickelt sich bis heute zu schier endlosen 3D-Videospielwelten mit 4K-Grafik, riesigen Fangemeinden und sogar einer eigenen Gamersprache. Wir erklären Ihnen, was Noob, Bot und Co bedeuten.

Ob Gaming-PC, PlayStation oder Xbox – seit über 20 Jahren sind Videospiele kaum mehr aus den Kinder- und Wohnzimmern wegzudenken. Und mit ihnen entstand nicht nur eine eigene Subkultur, sondern auch eine völlig neue Art der Sprache. Damit auch Sie in Zukunft bei angeregten Gamer-Diskussionen mitreden können und nicht wie ein völliger „Noob“ wirken, geben wir Ihnen eine kleine Einführung in die Gamersprache.

Glitch, Bug und Lag: der Alptraum eines jeden Gamers.

Videospiele sind bekanntlich nur programmierte Software. Dahinter stecken also bei aller Realitätsnähe und Ausgefeiltheit am Ende „nur” Daten und Codezeilen. Dass sich da manch ein Fehler einschleichen kann, liegt also auf der Hand. Solche Fehler zeigen sich in Videospielen auf verschiedenste Weisen – so kann beispielsweise das Weiterkommen in einem Level des Spiels unmöglich werden, die Spielwelt sieht plötzlich völlig anders aus oder die Charaktere legen ein seltsames Verhalten an den Tag. Solche Fehler werden unter Gamern gemeinhin „Glitches” oder „Bugs” genann. Bemerken Gamer beim Onlinespielen hingegen sogenannte „Lags”, so hat das nichts mit fehlerhafter Programmierung zu tun, sondern damit, dass entweder das Internet oder der Gaming-Server so langsam sind, dass sich im Spiel merkbare Verzögerungen auftun. Abhilfe schaffen dabei gaming- und streamingtaugliche Internettarife mit hohen Down- und Uploadraten – wie zum Beispiel die Internettarife bei Drei.

Noob: der Anfänger.

Wenn Ihnen beim Gaming das Wort „Noob“ um die Ohren geworfen wird, dann wirft man Ihnen vor, wie ein Anfänger zu spielen und sehr stümperhaft vorzugehen. Während mit dem Begriff Noob anfangs noch eher neutral und ehrlich Anfänger gemeint waren, wird der Begriff heute vor allem abfällig gegenüber Spielern verwendet, die sich ungeschickt anstellen. Weitere Schreibweisen sind etwa „n00b“ oder „boon“.

Aiming: zu viel oder zu wenig vom Zielwasser.

Apropos Noob: Was Noobs mit Sicherheit haben, ist ein schlechtes Aiming. Damit ist nämlich vornehmlich bei Ego-Shootern die Treffsicherheit gemeint. Wer also ein gutes Aiming hat, erzielt im Videospiel bessere Ergebnisse.

GG: virtuelle Glückwünsche.

Wer sich die Gamersprache zu eigen machen möchte, kommt um den Ausdruck „GG“ nicht herum. Haben Sie beispielsweise ein gutes Aiming und gelingt es Ihnen, Ihren Gegner im Videospiel zu bezwingen, wird man Ihnen virtuell mit dem Ausdruck „GG“ zu Ihrem Sieg gratulieren. GG ist nämlich einfach eine Abkürzung für „good game“ und bedeutet „gutes Spiel“. Weitere Schreibweisen sind *gg* oder gg.

Looter: die Sammler unter den Gamern.

Noch mehr Gamersprache gefällig? Hier kommt der nächste Begriff: Wer in Spielen „lootet“, zeichnet sich dadurch aus, dass er sich seine für das Spiel notwendigen Gegenstände zusammensammelt, indem er Häuser, Gegenstände oder Ähnliches öffnet und durchsucht. Die Gegenstände, die man dabei finden kann, nennt man gemeinhin „Loot“, wer nach Gegenständen sucht, ist ein „Looter“.

Camper: Ruhe bewahren.

Im Gegensatz zu den „Lootern“ weit weniger beliebt: die „Camper“. Immerhin werden Gamer dann zu „Campern“, wenn sie sich – vornehmlich bei Ego-Shootern – an einem schwer zugänglichen und schlecht einsehbaren Ort verschanzen und auf Gegner warten, um diese aus dem Hinterhalt zu eliminieren. Es ist also wenig verwunderlich, dass sich kein Gamer gerne des „Campens“ bezichtigen lässt – es zeugt nämlich nicht von guten Fertigkeiten.

afk und brb: Wenn die Natur ruft.

Sie spielen gerade Ihr Lieblings-Onlinespiel und plötzlich klingelt es an der Tür – oder noch schlimmer: Sie müssen genau jetzt auf die Toilette. Da bleibt Ihnen wohl nichts anderes übrig, als schleunigst das Spiel zu unterbrechen. Damit auch Ihre Mitspieler wissen, warum Ihr Spielcharakter plötzlich keine Regung mehr zeigt, können Sie Ihre vorübergehende Abwesenheit mit den Abkürzungen „afk“ für „away from keyboard“ (weg von der Tastatur) und „brb“ für „be right back“ (bin gleich zurück) signalisieren.

Bot: der seelenlose Gamer.

Nicht hinter allen Spielcharakteren, die gegen Sie spielen oder Ihnen beiseite stehen, stecken auch wirklich Menschen. Viele der Figuren in Ihrem Spiel werden von Ihrem Videospiel automatisch gesteuert, um Ihnen mehr Spaß am Spiel zu ermöglichen. Sie werden „Bot“ genannt – eine Kurzform von „Robot“.

Griefer: die Spielverderber unter den Gamern.

Weiter geht’s in Sachen Gamersprache: Nicht alle Spieler sind nur darauf aus, die Spielziele zu erreichen und dafür an einem Strang zu ziehen. Vielmehr finden so manche Gamer Spaß daran, andere Gamer im Spiel zu behindern und zu sabotieren. Diese „Griefer“, wie sie genannt werden, zählen ebenso zur eher unbeliebten Sorte Gamer.

Cheater und Hacker: die noch größeren Spielverderber.

Wer seinen Mitspielern so richtig die Laune am Gamen vermiesen möchte, greift auf sogenannte „Cheats“ und „Hacks“ zurück – die Nutzer solch feiger Tricks nennt man „Cheater“ (also Betrüger) und „Hacker“. Sie nutzen entweder bestimmte Codes oder eine weitere Software, die dem Spielcharakter übermächtige Fähigkeiten verleihen und verschaffen sich so einen unfairen Vorteil.

Ban: die rote Karte.

Den Abschluss unserer Liste über die Gamersprache macht der Ausdruck „Ban“. Wer es nämlich in Sachen Griefen, Cheaten oder Hacken übertreibt, läuft Gefahr, einen „Ban“ auferlegt zu bekommen. Das bedeutet, dass der Gamer anhand seiner IP-Adresse (also seines „Fingerabdrucks im Internet“) identifiziert wird und für die weitere Teilnahme am Spiel gesperrt wird. Das kann auf Zeit oder für immer passieren.

Sie würden am liebsten immer und überall gamen? Dann sollten Sie sich unseren Artikel zu den besten Spiele-Apps ansehen. Und wenn Sie Ihre Internetverbindung für das beste Gamingerlebnis zu Hause optimieren möchten, finden Sie hier coole Tipps, um Ihre Datenverbindung zu optimieren.


Artikel verfasst von Christoph aus dem Planet Drei Redaktionsteam.

Über den Autor:

Christoph kennt die Welt des „Digital Life“ mindestens so gut wie seine Westentasche: Ob coole Fakten rund ums Streamen, die neuesten E-Sports oder um die Privatsphäre im Internet – Planet Drei Redakteur Christoph kennt jeden Schmäh der digitalen Welt. Bleiben Sie hier mit Christophs Artikeln zum Thema Digital Life auf dem Laufenden.


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