Android 17: Alle neuen Features & Release auf einen Blick.

Android 17: Alle neuen Features & Release auf einen Blick.

Text: Thomas | 07. Oktober 2026 08:09

Schon mitbekommen? Das neueste Betriebssystem-Update aus dem Hause Google ist da. Hier erfährst du, was dich bei Android 17 alles erwartet: Von den neuesten genialen Features, die deinen Alltag künftig leichter machen, über den internen süßen Android-17-Namen bis hin zu den Themen Sicherheit und Datenschutz gibt’s alle Infos.

Was ist Android 17 und seit wann gibt es das Update?

Android 17 ist die aktuellste Version des Smartphone-Betriebssystems von Google. So wie die bisherigen Aktualisierungen bringt auch dieses Update wieder zahlreiche Neuerungen für dein Android-Handy: von smarten Multitasking-Funktionen bis hin zu optimierten Ansichten für Tablets und klappbare Smartphones. Auch beim Schutz der Privatsphäre legt Google nach und bietet überarbeitete Sicherheitsoptionen, die sensible Daten abschirmen.

Beim Release stand dieses Mal eine kleine Änderung am Test-Zeitplan: Früher gab es vorab spezielle Test-Versionen für Entwickler:innen, die sogenannten Developer-Previews. Diese wurden heuer durch fortlaufende Test-Versionen abgelöst, die Android Canary Builds. Für alle neugierigen User:innen startete die öffentliche Testphase so schon im Februar 2026 mit der ersten Beta-Version, bevor im Juni 2026 schließlich die finale Version von Android 17 erschien.

Bei der Verteilung des Updates galt die gewohnte Reihenfolge: Googles eigene Pixel-Smartphones (ab der Pixel-6-Reihe) sowie das Pixel Tablet erhielten das Update als erste Modelle. User:innen von Handys anderer Hersteller wie Samsung, vivo, Xiaomi, OnePlus und Co. freuten sich im Anschluss über das neue Betriebssystem.


Neues Android, neues Smartphone? Beide Fliegen triffst du hier mit einer Klappe:

Aktuelle Android-Handys


Android-17-Name: Was steckt hinter dem Codenamen?

Vielleicht erinnerst du dich noch an die Zeiten, in denen Google jeder neuen Android-Version den Namen einer süßen Nascherei verpasst hat, wie zum Beispiel „Pie“, „Oreo“ oder „Nougat“. Seit Android 10 hat sich das für die Öffentlichkeit jedoch geändert: Um die Namen weltweit einheitlicher und verständlicher zu machen, verzichtet Google im offiziellen Marketing auf diese Namenszusätze. Die aktuelle Version heißt daher ganz schlicht Android 17.

Hinter den Kulissen lebt die Tradition der namensgebenden Süßigkeiten aber weiter. Der interne Android-17-Name beziehungsweise der Codename lautet diesmal „Cinnamon Bun“, also Zimtschnecke. Auch wenn dieser Dessert-Name nicht auf der Verpackung oder in den Einstellungen des Handys aufscheint, zeigt er doch, dass Google sich ein Stück seiner verspielten Vergangenheit bewahrt hat.

Hier ist ein kleiner Rückblick auf die letzten fünf Android-Versionen und ihre süßen Geheimnamen:

Android-Version interner Codename (Dessert)
Android 17 Cinnamon Bun
Android 16 Baklava
Android 15 Vanilla Ice Cream
Android 14 Upside Down Cake
Android 13 Tiramisu

Die wichtigsten neuen Features in Android 17.

Das Update auf Android 17 bringt eine ganze Reihe an neuen Funktionen auf dein Smartphone, die deinen Alltag smarter und optisch ansprechender machen. Das sind die Feature-Highlights:

  • Gemini AI-Integration: Google macht dein Handy zum intelligenten Assistenten. Ausgewählte Smartphones erhalten Gemini Intelligence, womit du proaktiv Aufgaben erledigen kannst. Wenn du beispielsweise gerade auf einer Webseite scrollst, kannst du Gemini direkt dazu befragen. KI-Assistenten können zudem Workflows direkt im Namen der Nutzer:innen ausführen.
  • Frosted-Glass-Design (Blur-Effekte): Auch optisch gibt es einen Feinschliff. Die Darstellung der Widget-Liste wurde überarbeitet und setzt nun auf Unschärfe-Effekte (Blur-Effekte), die ein wenig an gefrostetes Glas erinnern. Kennt man bisher von iPhones.
  • Desktop-Mode und besseres Multitasking: Wenn du dein Smartphone an ein größeres Display anschließt, profitierst du vom Desktopmodus. Hier hat Google einen interaktiven Bild-im-Bild-Modus eingeführt. Angepinnte Fenster bleiben dabei voll interaktiv und schweben über den anderen Anwendungsfenstern.
  • „Continue On“ für nahtlose Übergänge: Mit der Funktion „Continue On“ können Nutzer:innen Aufgaben nahtlos zwischen Android-Geräten übertragen. Wenn du also auf dem Smartphone eine App nutzt und später am Tablet weiterarbeiten möchtest, erscheint auf deinem Tablet ein Vorschlag, um genau an dieser Stelle anzuschließen.
  • Live-Erkennung für deine Sicherheit: Im Hintergrund arbeitet die optimierte „Live Threat Detection“, also eine Live-Erkennung von digitalen Bedrohungen. Diese Funktion blockiert verdächtige Apps und Betrugsversuche besonders schnell.
  • AirDrop-Support und einfacherer Datentausch: Die Brücke zu Apple-Handys wurde in Android 17 noch breiter: Die AirDrop-Funktion von Apple war in der Vergangenheit ausschließlich zwischen Apple-Geräten nutzbar. Mittlerweile gibt es aber Möglichkeiten, Dateien auch unkompliziert zwischen neueren Android-Smartphones und iPhones auszutauschen. Dank der Erweiterung von Quick Share landete der AirDrop-Support auf weiteren Modellen von OnePlus, vivo, Xiaomi und Honor, nachdem bereits erste Pixel- und Samsung-Modelle versorgt waren. Falls dein Smartphone nicht direkt kompatibel ist, kannst du via Quick Share per QR-Code Inhalte über die Cloud mit iOS-Geräten teilen. Sogar der Wechsel von einem iPhone zu Android 17 klappt dank drahtloser Übertragung von Fotos, Passwörtern oder eSIMs deutlich bequemer.

Android 17 App Lock: So schützt du deine Apps.

Android 17 ist noch nicht flächendeckend ausgerollt (Stand August 2026). Daher konnten nachfolgende Aussagen noch nicht überprüft werden: Über die Systemeinstellungen oder das direkte Menü einer App lässt sich die Sperre für beliebige Anwendungen aktivieren. Sobald eine App geschützt ist, verlangt dein Handy beim Öffnen deinen Fingerabdruck, die Gesichtserkennung oder deinen Geräte-PIN. Praktischer Nebeneffekt: Bei gesperrten Anwendungen werden auch Benachrichtigungsinhalte auf dem Sperrbildschirm und Vorschauen in der App-Übersicht ausgeblendet, damit niemand zufällig sensible Daten mitlesen kann.

Die App-Sperre (App Lock) ist im Alltag besonders sinnvoll bei:

  • Banking- und Bezahl-Apps: Deine Finanzen, Überweisungen und Kontostände bleiben garantiert unter Verschluss.
  • Dating-Apps: Persönliche Profile, Nachrichten und Matches auf Plattformen wie Tinder oder Bumble sehen nur deine Augen.
  • Private Chats und Fotogalerien: Wenn du dein Smartphone an andere weitergibst, um zum Beispiel etwas herzuzeigen, wird verhindert, dass jemand versehentlich in deinen privaten Chat-Verläufen oder Fotos stöbert.

Sicherheit und Datenschutz in Android 17.

Das Thema Datenschutz steht beim neuesten Betriebssystem-Update an oberster Stelle. Mit Android 17 rüstet Google spürbar auf, damit deine persönlichen Daten und dein Smartphone im Alltag optimal abgesichert sind.

Wenn es also mal zu einem Zwischenfall kommt und dein Handy beispielsweise gestohlen wird, kommen neue Anti-Diebstahl-Features zur Hilfe. Damit greifen in Android 17 sofort erweiterte Schutzmechanismen. Wichtige Funktionen wie der Theft Detection Lock (die Diebstahlerkennung per Bewegungssensoren) und der Remote Lock (das Sperren aus der Ferne) sind ab Werk aktiviert, sobald du ein neues Smartphone nutzt oder das Update installierst. Sollte dein Handy tatsächlich einmal weg sein, kannst du es über die Funktion „Mein Gerät finden“ als verloren markieren und so den Verlustmodus aktivieren. Zusätzliche Sicherheitsfunktionen sind:

  • Biometrie-Pflicht trotz PIN: Selbst wenn Dieb:innen deinen PIN-Code kennen, kommen sie nicht weiter. Um das Handy im Verlustmodus zu entsperren oder die Ortung zu deaktivieren, verlangt Android 17 zwingend deinen Fingerabdruck oder deine Gesichtserkennung.
  • Gesperrte Schnelleinstellungen: Die Schnelleinstellungen werden im Verlustmodus ausgeblendet. Betrüger:innen können somit weder den Flugmodus aktivieren noch neue WLAN- oder Bluetooth-Verbindungen aufbauen.
  • Schutz vor PIN-Raten: Wer mehrmals hintereinander einen falschen Code eingibt, muss deutlich längere Zwangspausen einlegen. Das macht das Erraten des Sperrcodes nahezu unmöglich.

Darüber hinaus gibt es folgende Datenschutz-Verbesserungen bei Android 17:

  • Gezielte Kontaktauswahl: Statt Anwendungen pauschal Zugriff auf dein gesamtes Adressbuch zu gewähren, wählst du über die neue Schnittstelle nur noch einzelne Kontakte aus, die freigegeben werden sollen.
  • Smarter Standortschutz: Du kannst Apps per Knopfdruck nur für eine einzige Sitzung Zugriff auf deinen Standort geben. Wenn du lediglich den ungefähren Standort teilst, passt Android 17 den Radius dynamisch an die Bevölkerungsdichte an. Auf dem Land wird der Umkreis automatisch vergrößert, um deine Privatsphäre zu schützen.
  • SMS-OTP-Schutz: Einmal-Passwörter (OTPs), die per SMS eintreffen, werden für Anwendungen ohne direkte Berechtigung um drei Stunden verzögert. So wird verhindert, dass verdächtige Apps deine Bestätigungscodes heimlich abfangen.
  • Lokales Netzwerk im Blick: Mit der neuen Berechtigung ACCESS_LOCAL_NETWORK müssen Apps dich erst um Erlaubnis fragen, bevor sie mit Geräten in deinem Heimnetzwerk, wie zum Beispiel Smart-TVs oder Lautsprechern, kommunizieren dürfen.
  • Quantensichere Verschlüsselung: Android 17 unterstützt Post-Quanten-Kryptografie. Deine Daten sind damit schon heute vor den Entschlüsselungsmethoden der Zukunft geschützt.

Apropos Datenschutz: Hier erfährst du, wie du den abgesicherten Modus auf deinem Android-Smartphone aktivierst.

Welche Handys haben Android 17?

Vorab: Wenn du dir unsicher bist, wann das Update auch auf deinem Handy eintrifft, wirf ab und zu einen Blick in deine Systemeinstellungen. Sobald dein Hersteller die Version freigibt, wirst du dort benachrichtigt. Es kann jedoch generell bis zu ein paar Monaten dauern, bis du das Update machen kannst. Es hängt nämlich auch vom jeweiligen Operator (zB in Österreich Drei, Magenta oder A1) ab, wann ein Update verfügbar ist. Ab dann kannst du jedenfalls das neue Betriebssystem installieren. Seit Juni 2026 ist es prinzipiell verfügbar.

Eine finale und ausführliche Liste der Handys zu erstellen ist schwierig. Generell wird Android17 nicht auf jedem Android Gerät verfügbar werden. Die Hersteller geben unterschiedliche "Garantien" für Software und Sicherheitsupdates an.

Android 17 vs. Android 16: Was ist der Unterschied?

Die wichtigsten Unterschiede zwischen den beiden Android-Generationen zeigt dir diese Gegenüberstellung auf einen Blick:

Funktion Android 16 Android 17
Multitasking und Bubbles Nur für ausgewählte Messenger-Apps nutzbar Jede App lässt sich per Langdruck in ein schwebendes Fenster (Bubble) verwandeln
Schnelleinstellungen WLAN und Mobilfunk im gemeinsamen Internet-Menü gebündelt Wieder getrennte Schnelleinstellungskacheln für WLAN und mobile Daten
Kontakt-Datenschutz Apps verlangen meist pauschalen Zugriff auf das gesamte Adressbuch Gezielte Freigabe einzelner Kontakte über eine sichere System-Schnittstelle
Arbeitsspeicher Keine automatischen RAM-Obergrenzen für Apps System-Arbeitsspeicherlimits beenden überlastete Apps automatisch
Homescreen-Optik Beschriftungen unter den App-Symbolen fest verankert Text-Bezeichnungen unter den App-Icons lassen sich ausblenden
Kreativ-Funktionen Standard-Bildschirmaufnahme ohne integrierte Selfie-Ansicht „Screen Reactions“ nehmen Display und Selfie-Kamera gleichzeitig ohne Greenscreen auf
Gaming auf Foldables
Standardmäßige Darstellung von Spielen Spezieller Gaming-Modus mit 50/50-Layout und virtuellem Gamepad

FAQ

Hier findest du die besten Apps für Android-Smartphones. Und in diesem Beitrag erfährst du, wie du deine Apps am Handy aktualisierst.


Artikel verfasst von Thomas Auer aus dem Drei Redaktionsteam.

Über den Autor:

Thomas Auer ist seit 2020 bei Drei für Smartphones, Router und Zubehör verantwortlich. Von der Produktauswahl bis zur Vermarktung bringt er seine Expertise auch im Blog ein. Sein Ziel: technische Themen verständlich und praxisnah erklären, etwa mit seinen „Schlauer mit Auer“-Videos. Privat ist er Vater, Sportfan und ehemaliger Profi-Basketballer. Sein Motto: „Geht nicht, gibt's nicht.“


Das könnte dich auch interessieren.