Was sind Cookies? Gefährlich oder nützlich?
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Was sind Cookies? Gefährlich oder nützlich?

Text: Marie | 21. April 2023 11:09

Wenn Sie beim Internetsurfen über verschiedene Websites hinweg namentlich begrüßt werden, maßgeschneiderte Werbeanzeigen sehen oder Ihren Wohnort mit zutreffender Postleitzahl bei Onlinebestellungen vorgeschlagen bekommen, dann sind Cookies im Einsatz.

Die kleinen Textdateien ermöglichen, die Nutzerfreundlichkeit von Websites zu verbessern. Cookies sind keine schädliche Software oder gar ein Virus, wie sie manchmal fälschlicherweise betrachtet werden. Welche Funktionen haben sie nun wirklich und für wen? Wer profitiert von den gesammelten Daten und wann können diese gefährlich werden? Bevor diese Fragen beantwortet werden, klären wir erst einmal auf, was Cookies überhaupt sind:

Was sind Cookies überhaupt?

Das Surfen im Internet ist aus unserem Leben kaum wegzudenken. Vom Arbeitsleben bis hin zum Entertainment-Erlebnis werden sämtliche Informationen aus dem World Wide Web bezogen. Damit das Surfen im Internet einfacher wird und Sie schneller zum gewünschten Sucherergebnis kommen, wird mittels Cookies Ihr Nutzerprofil angelegt. Mit jeder Sucheingabe auf Google, jedem Websiteaufruf und jedem Klick werden mithilfe von Cookies Daten auf Ihrem Rechner gespeichert, die gemeinsam ein individuelles Nutzerprofil ergeben.

Informationen wie beispielsweise Ihre bevorzugte Sprache, Ihr Standort und andere persönliche Seiteneinstellungen werden gespeichert und bei dem nächsten Websiteaufruf automatisch angezeigt. Onlineshops speichern vielfältige Informationen, wie auch Namen, E-Mail Adressen und Telefonnummern, damit beim nächsten Besuch des Onlineshops bequem bestellt werden kann. Beim nächsten Einkauf müssen Sie als nicht mehr alle Daten angeben und können mit nur wenigen Klicks Ihre Bestellung abschließen. Damit Websites diese Daten nutzen dürfen, muss dafür zuvor das Einverständnis von Nutzern eingeholt werden. Somit können nur persönliche Daten genutzt werden, die Sie selbst dafür bereitstellen.

Aus Datenschutzgründen sollten Sie Ihre Cookies hin und wieder löschen.

Welche Funktionen haben Cookies?

Cookies helfen, die Kundenerfahrung zu verbessern, in dem gutes, personalisiertes Service bei dem Aufruf von Websites angeboten werden kann. Onlineshops erkennen die IP-Adresse des Nutzers aufgrund von gespeicherten Cookies. Sie können somit dem Kunden Waren, die noch im Warenkorb liegen, bei einem späteren Besuch der Website erneut anzeigen. Cookies speichern zum Beispiel auch Ihren Standort, damit Ihnen beim Onlineshopping automatisch Ihr Heimatland als Zustellungsland vorgeschlagen wird. Oder es werden Ihnen Ärzte in der näheren Umgebung angezeigt, wenn Sie auf Google nach "Zahnarzt" suchen.

Diese kleinen Daten machen das Suchen nicht nur einfacher, sondern stimmen die Suchergebnisse auf Ihre individuellen Bedürfnisse ab. Dank Cookies können individuell zugeschnittene Inhalte angezeigt werden, so auch Werbung, die genau zu Ihren Interessen und Bedürfnissen passt. Dabei können auch mehrere Personen der selben Zielgruppe oder Altersgruppe anonymisiert, mit relevanten Werbebotschaften angesprochen werden. Daher wird Männern, die im Internet surfen, in der Regel keine Werbung für Frauenschuhe vorgeschlagen und umgekehrt.

Bringen Cookies Gefahren mit sich?

Cookies werden manchmal fälschlicherweise mit Gefahren im Internet, wie zum Beispiel Datendiebstahl oder Schadsoftware, in Verbindung gebracht. Schädlich sind Cookies aber nicht. Sie helfen Nutzern, sich beim Internetsurfen leichter zurecht zu finden. Ganz im Gegensatz zu sogenannten Trojanern oder Javascript Codes, die gefährlich sind, weil sie für kriminelle Aktivitäten im Internet verwendet werden, um an persönliche Daten heranzukommen. Von den gesammelten, pseudonymisierten Daten profitieren natürlich auch Werbetreibende, die zielgruppenspezifisch Werbung schalten können und damit nicht, wie im TV oder Radio, die breite Masse mit derselben Botschaft ansprechen.

Bei der Pseudonymisierung werden Identifikationsmerkmale einer Person durch ein Pseudonym ersetzt. Statt dem Namen der Person wird ein Code aus Zahlen und Buchstaben verwendet. Das dient dazu, dass keine Rückschlüsse auf die Identität der Internetnutzer gezogen werden und dem Pseudonym kein „Gesicht“ zuweisen werden kann. Wenn Internetnutzer passende Werbung zu ihren Interessen und Bedürfnissen geschaltet bekommen, bringt das auch Vorteile: Stellen Sie sich vor, Sie suchen ein bestimmtes Geschenk für einen besonderen Anlass. Aufgrund Ihres Suchverhaltens, der Aufrufe bestimmter Websites und die Klicks auf Produkte wird Ihnen in weiterer Folge ein passendes Produkt über verschiedene Werbeformate vorgeschlagen. Cookies sind also sehr praktisch und bieten sowohl den Usern, als auch den Werbetreibenden Vorteile.

Wie können Cookies deaktiviert werden?

Die Anwendungsmöglichkeiten von Cookies sind vielfältig, genauso wie der Zweck, den sie erfüllen. Manche Cookiedateien sind für die Nutzerfreundlichkeit der Website zuständig, manch andere erfüllen kommerzielle Zwecke. Bevor sich Nutzer dazu entscheiden, Cookies zu deaktivieren, sollte der Zweck der Cookies genauer betrachtet werden. Entscheiden Sie dann, welche praktisch sind und welche besser blockiert werden. Die Verwendung der Standardeinstellung für Cookies läuft generell unbemerkt im Hintergrund ab, wenn eine Website Cookies speichert oder wenn der Internetbrowser Cookie-Informationen an eine Website übermittelt. Sie können Internetbrowser so konfigurieren, dass Sie selbst entscheiden welche Cookies genehmigt, beziehungsweise abgelehnt werden sollen.

Problematisch sind häufig nicht die Cookies selbst, sondern soziale Netzwerke, in denen Nutzer viele private und persönliche Details über sich preisgeben. Anders als herkömmliche Websites, die nur allgemeine Zielgruppen anonymisiert ansprechen, werden Nutzer auf Social Media Plattformen ganz spezifisch basierend auf dem individuellen Verhalten angesprochen. Facebook und Co. brauchen dafür nicht einmal Cookies, sie arbeiten mit eindeutig identifizierenden Daten und keinen Pseudonymen. Diese persönlichen Daten werden mit dem Surfverhalten aus anderen Social-Media-Plattformen verbunden, um damit ein noch genaueres Nutzerverhalten zu identifizieren. Versuchen Nutzer Cookies zu blockieren, wird eine Fehlermeldung angezeigt, die darauf hinweist, dass die Anzeige von Produkten, der Browser oder Apps ohne die Zustimmung nicht mehr funktionieren. So verhindern Facebook, Google und Co., dass Nutzer die Cookie-Trackings komplett deaktivieren. Daher sollte nach dem Websiteaufruf versucht werden, sich abzumelden und die Cookies nach dem Besuch von Sozialen Netzwerken zu löschen.


Artikel verfasst von Marie aus dem Drei Redaktionsteam.

Über die Autorin:

Sie suchen Spannung, etwas zum Spielen und Schokolade? Nun ja, zumindest mit Spannung und Spiele-Tipps kann Redakteurin Marie aufwarten. Was sich auch immer gerade in der Welt der Filme, Spiele, Musik und Apps so tut – Marie ist ganz vorne mit am Start. Das möchten wir Ihnen nicht vorenthalten: Hier finden Sie alle Artikel von Marie zum Thema Entertainment.


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