Staubsauger Roborock 2 in der Detailansicht
Saubere Sache

Saugroboter Roborock 2 im Test.

Text: Marijan Kelava

Mit dem Roborock hat der chinesische Hersteller Xiaomi vor einigen Monaten den Markt für Staubsaugerroboter ordentlich durcheinander gebracht. Der Roboter war einerseits preislich äußerst attraktiv. Auf der anderen Seite macht er seinen Job aber auch deutlich besser als Staubsauger in der gleichen und viel höheren Preisklasse. Nun ist bereits der Nachfolger erhältlich. Wie der sich schlägt, lesen Sie hier im Test.

Der Roborock 2 wurde gegenüber dem Vorgänger in einigen Bereichen verbessert. Neu ist auch, dass er nicht mehr direkt von Xiaomi kommt, sondern von der Tochterfirma MiJia hergestellt wird. Preislich bleibt das Angebot sehr gut: Im ist der Staubsauger derzeit für 419 Euro erhältlich.

Der Lieferumfang.

MiJia legt zum Saugroboter in die Verpackung folgende Dinge dazu:

  • Wischaufsatz (mit Wassertank)
  • Ladestation
  • Bodenplatte zum Anstecken an die Ladestation
  • Netzkabel mit passendem Stecker für deutsche Steckdosen (EU-Version)
  • Ersatz-Hepafilter
  • Bedienungsanleitung

Staubsauger Roborock 2 in der Ladestation

Der Aufbau.

Damit der Saugroboter seine Arbeit verrichten kann, muss man lediglich die Ladestation anstecken, an einem gut zugänglichen Ort platzieren (bei mir ist es im Arbeitszimmer) und einschalten. Theoretisch könnte er schon loslegen, aber das ist ja ein smarter Saugroboter – deshalb gibt es für ihn auch eine App.

Im jeweiligen App-Store gibt es die App “Mi Home”. Über die wird der Staubsauger erkannt, konfiguriert und die Saugvorgänge verwaltet. Für mich am witzigsten war, dass auch ein Staubsauger Firmware Updates bekommt – ja, auch hier kann die Software verbessert werden. Etwa, damit die Akkunutzung optimiert oder die Objekterkennung verbessert wird und somit die Effizienz.

Der Einsatz.

Ist der Roborock 2 mal in der App eingerichtet, so kann es los gehen. In seiner Ladestation wartet er auf seinen Auftrag, der auf zwei Arten gestartet werden kann. Zum Einen, indem ich direkt auf dem Gerät einen Knopf drücke – dann verbindet er sich nicht mit dem WLAN und saugt einfach nur. Allerdings ist es dann nicht möglich, per App zu überprüfen, wo er gesaugt hat und wo nicht.

Die zweite und gemütliche Variante ist es ihn via App zu steuern. Dort einfach auf “Clean” tapen und schon fährt er los und saugt die ganze Wohnung. In der App kann ich dann auch nachsehen, wo er schon war, wie viel Akku er noch hat und wie lange er schon unterwegs ist. Auch interessant: Auf der Karte der Wohnung ist genau zu sehen, wo Gegenstände stehen und er nicht saugen kann. Dazu etwas später mehr.

Im Unterschied zu “dummen” Robotersaugern scannt der Roborock mittels Laser den Raum und erkennt so Stühle, Tische, Vasen und andere Gegenstände, die am Boden stehen. So fährt er nicht einfach blind auf den Gegenstand, sondern wird davor langsamer und nutzt die seitliche Bürste um Staub und Dreck von dort hervorzuholen und einzusaugen. Praktisch.

Grundsätzlich macht er seine Arbeit auch sehr gut – nach dem Saugen ist die Wohnung sauber. Ist er damit fertig, fährt er automatisch in die Ladestation. Sollte der Staubfänger voll sein, meldet er sich, dass der Behälter ausgeleert gehört.

Das Schöne an einem Saugroboter ist, dass ich beim Staubsaugen nicht zuhause sein muss. Den Auftrag zu saugen kann ich von unterwegs erteilen. Es lässt sich in der App auch ein Zeitplan einrichten. Das heißt: Er beginnt den Saugvorgang in meiner Abwesenheit und ich komme in eine gesaugte Wohnung. Das erleichtert das Sauberhalten der Wohnräume doch erheblich.

Das “Geheimnis” des Roborock.

Das Besondere an diesem Saugroboter (für diesen Preis) ist, dass er einen Laser und Ultraschallsensoren hat, die den Raum scannen und Gegenstände erkennen können. Hinzu kommt, dass er auch weiß, wenn ein Abgrund vor ihm ist. Über Treppen fährt er nicht. So kann er komplett ohne Aufsicht genutzt werden. Durch das Vermessen der Wohnung und der Wohnräume weiß er auch, wo er schon gesaugt hat und wo nicht.

Die „Schattenseite“.

Meine bisherigen Eindrücke waren sehr positiv. Und das stimmt auch. Ich bin positiv begeistert – da gibt es einen Roboter, der für mich sauber macht. Willkommen in der Zukunft. Naja, noch nicht ganz, denn leider braucht der Roborock meine Unterstützung.

Alle paar Tage muss ich mit einem normalen Staubsauger nachhelfen. Geschlossene Türen kann er leider nicht selbst aufmachen. Auch möchte ich nicht, dass er mit der Wischfunktion ins Klo fährt und dann damit auch die Küche wischt. Da muss ich nachhelfen. Wobei hier dazugesagt werden muss, dass die Wischfunktion optional ist.

Es ist zwar löblich, dass er keine Treppen runterfährt, aber die müssen auch gesäubert werden. Ecken müssen ebenso mal gesaugt werden oder unter Kästen oder dem Sofa, die zu niedrig sind. Der Roborock ist relativ hoch und kommt somit nicht überall drunter...

Die Wartung.

Der Roborock verfügt über einen Staubfängerbehälter, einen Hepa-Filter und über zwei Bürsten. Die eine holt den Staub und Schmutz in die Mitte und die andere rollt laufend über den Boden – das hilft auch Teppiche sauber zu halten.

Der Behälter sollte nach jedem Saugvorgang geleert werden. Die zwei Bürsten und der Filter sollten nach einiger Zeit getauscht werden. Der Status kann in der App abgerufen werden. Aber keine Sorge – diese müssen nicht alle paar Mal Staubsaugen gewechselt werden, die halten schon einige Monate. Sollte ein Wechsel doch anstehen, können diese Teile günstig online nachbestellt werden.

Staubsauger Roborock 2 mit geöffnetem Staubfängerfach

Fazit.

Für den Roborock 2 kann ich durchaus eine Empfehlung abgeben. Ja, man muss für einen Staubsauger schon tiefer in die Brieftasche greifen. Aber wie oft kauft man solch einen Staubsauer? Richtig: Nicht oft.

Der Roborock unterstützt mich meine Wohnung sauber zu halten und das zählt für mich. Da überwiegen die Vorteile doch deutlich. Dass ich ab und zu mal mit dem normalen Staubsauger nachhelfen muss, stört mich da weniger. Das muss ich aber jetzt deutlich seltener machen. Ich freue mich schon, wenn es Roboterfensterreiniger, Geschirreinräumroboter und Blumengießroboter gibt.

Der Autor dieses Tests, Marijan Kelava, betreibt seit vielen Jahren einen eigenen Blog. Auf www.marijanbloggt.at beschäftigt er sich vorwiegend mit Technologie-Themen. Den Roborock 2 bekam Marijan für den Zeitraum des Tests von Drei zur Verfügung gestellt.
Fotos & Video: (c) Marijan Kelava


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