Sie sehen aus wie echte Onlineshops, bieten Schnäppchenpreise und versprechen schnelle Lieferung. Doch am Ende kommt keine Ware an. Die Rede ist von Fake-Shops, also betrügerischen Webseiten, die sich als seriöse Plattformen tarnen, um an dein Geld oder deine Daten zu kommen. Solche Fake-Shops sind mittlerweile so professionell gestaltet, dass sie selbst erfahrene Online-Einkäufer:innen täuschen können. In diesem Artikel zeigen wir dir, wie du Fake-Shops erkennst und geben dir eine Checkliste mit wichtigen Warnsignalen. Außerdem erfährst du, wie du dich beim Onlineshopping schützt und was du tun kannst, wenn du doch einmal auf einen Fake-Shop reingefallen bist.
Checkliste, um Fake-Shops zu erkennen.
Beim Onlineshopping solltest du immer einen kritischen Blick auf den Shop werfen. Besonders, wenn dir ein Angebot zu gut erscheint, um wahr zu sein. Hier findest du eine Checkliste, mit der du unseriöse Seiten entlarven kannst und weißt damit sofort, wie man Fake-Shops erkennt:
- Impressum: Ein seriöser Onlineshop hat ein vollständiges Impressum mit Namen, Adresse und Kontaktdaten. Fehlt es oder wirkt die Adresse verdächtig, solltest du hellhörig werden. Prüfe die Angaben vom Impressum mit einem digitalen Telefonbuch oder checke das Handelsregister, wenn es sich um eine OHG, GmbH, AG oder UG handelt.
- Telefonische Erreichbarkeit: Telefonnummern vermitteln Seriosität. Oftmals sind diese bei Internetbetrug nur ausgedacht. Tipp: Ruf kurz an und stell eine unverbindliche Frage. Das kostet kaum Zeit und verschafft schnell Klarheit.
- Zahlungsarten: Wird nur Vorkasse angeboten, solltest du vorsichtig sein. Es sollten immer auch sichere Zahlungsweisen wie Lastschrift, Kauf auf Rechnung, Kreditkarte oder PayPal möglich sein.
- Datenschutzerklärung: Jeder seriöse Webshop sollte über eine Datenschutzerklärung verfügen. Schließlich ist es für Kund:innen wichtig, was mit den eigenen Daten geschieht. Fake-Websites verzichten oft darauf.
- Gibt es Bewertungen zum Onlineshop? Recherchiere den Shop-Namen und lies dir unabhängige Bewertungen durch. Warnungen oder Beschwerden von anderen Personen können ein Hinweis auf Internetbetrug sein. In einer Fake-Shop-Liste oder mithilfe eines Fake-Shop-Detectors kannst du zusätzlich prüfen, ob der Onlineshop schon als verdächtig gemeldet wurde.
- Sichere Verbindung: Eine seriöse Seite nutzt spätestens bei der Kaufabwicklung eine sichere Verbindung, die sogenannte SSL-Verschlüsselung. Du erkennst sie an der Internetadresse beim Präfix „https“ und am vorangestellten Schloss-Symbol in der Adresszeile.
Liste von bekannten Fake-Shops.
Du willst wissen, ob ein Shop seriös ist, bevor du bestellst? Dann lohnt sich ein Blick in eine Fake-Shop-Liste. Diese Services durchsuchen regelmäßig das Internet nach verdächtigen Seiten, werten Meldungen von User:innen aus und sammeln die Informationen in einer laufend aktualisierten Liste betrügerischer Onlineshops. Ein sogenannter Fake-Shop-Detector ist dabei das Tool, das betrügerische Webseiten schnell entlarvt.
Besonders empfehlenswert ist der Fake-Shop-Finder Watchlist Internet. Damit kannst du kostenlos überprüfen, ob ein Shop bereits als Fake-Shop gemeldet wurde. Einfach Name oder Webadresse eingeben und schon erfährst du, ob es sich um einen bekannten Betrugsversuch handelt oder nicht. Außerdem findest du in der Fake-Shop-Liste alle aktuellen betrügerischen Anbieter – von gefälschten Gewinnspielen über gefährliche Abofallen bis hin zu Phishing-Nachrichten.
Übrigens: Hier erfährst du, wie du dich gegen Phishing-Angriffe schützen kannst.
Was tun, wenn ich in einem Fake-Shop bestellt habe?
Die Anzahl und die Qualität von Betrugsseiten im Internet steigen. Wieso machen sich Menschen aber die Mühe, Fake-Shops zu erstellen? Da immer mehr online eingekauft wird, handelt es sich um ein lukratives Geschäft für Betrüger:innen. Wenn 1.000 Menschen für 100 Euro auf einer Fake-Webseite einkaufen, kommt für Betrüger:innen schnell eine stattliche Summe zusammen.
Was du tun kannst, wenn du in die Falle getappt bist:
- Zahlung stornieren: Hast du mit Kreditkarte oder Lastschrift bezahlt, kontaktiere sofort deine Bank. Vielleicht lässt sich die Zahlung per Rückbuchung noch stoppen.
- Anzeige erstatten: Auch wenn die Chancen auf eine Rückerstattung gering sind, melde den Betrug bei der Polizei. Je mehr Meldungen eingehen, desto größer ist die Chance, dass die Betreibenden eines Fake-Shops ausfindig gemacht werden.
- Beweise sichern: Speichere E-Mails, Screenshots und Bestellbestätigungen. Diese können bei einer Anzeige oder Rückforderung hilfreich sein.
- Fake-Shop melden: Hilf anderen, nicht in dieselbe Falle zu tappen. Plattformen wie watchlist-internet.at ermöglichen es dir, Internet-Fallen zu melden. So landet der Shop in der Liste betrügerischer Onlineshops und andere können sich rechtzeitig schützen.
Neben dem finanziellen Verlust drohen leider auch andere Konsequenzen. Viele Fake-Webseiten sammeln gezielt persönliche Daten wie Name, Adresse, Telefonnummer oder sogar Zahlungsinformationen.
Damit riskierst du:
- Identitätsdiebstahl: Deine Daten könnten weiterverkauft oder für andere Betrügereien genutzt werden. Hier findest du alle wichtigen Meldestellen, die dir weiterhelfen.
- Spam und Phishing: Du bekommst plötzlich dubiose E-Mails, Anrufe oder SMS? Möglich, dass deine Daten bereits im Umlauf sind. Hier findest du Hilfe bei Spam-Mails und Spam-Anrufen.
- Spyware und Schadsoftware: Einige Fake-Shops schleusen beim Besuch unbemerkt Spyware auf dein Gerät, um dich auszuspionieren oder Passwörter auszulesen. Hier erfährst du, was du gegen Spyware tun kannst.
Wie kann ich mich vor Fake-Shops schützen?
Klingt ein Preis in einem Webshop zu gut, um wahr zu sein, ist Vorsicht angesagt. Neben einem vollständigen Impressum sind sichere Zahlungsmöglichkeiten wie Kreditkarte oder Kauf auf Rechnung, das „https“ in der Adresszeile sowie eine Datenschutzerklärung und Online-Bewertungen anderer Personen wichtige Merkmale.
Möchtest du beim Onlineshopping komplett auf Nummer sicher gehen? Schau dir den Onlineshopping-Schutz Pro von Drei an. Für nur 1,50 € im Monat bekommst du einen Rundumschutz für dich und deine Familie.
Der Schutz von Drei umfasst:
- ID-Monitoring: Deine persönlichen Daten wie Kreditkarte, Bankkonto oder Handynummer werden rund um die Uhr überwacht. Du bekommst sofort Bescheid, wenn sie im Internet oder Darknet auftauchen.
- Versicherungsschutz: Bis zu 1.000 Euro Schadensersatz bei Online-Betrug sowie 150 Euro Rücksendekosten-Erstattung im Jahr und weltweit. Ideal, wenn mal etwas schiefgeht oder ein Paket nicht ankommt.
- Rechtliche Hilfe inklusive: Expert:innen helfen dir kostenlos bei Online-Streitigkeiten – ob mit einem dubiosen Shop oder bei Datenmissbrauch.
FAQ.
Wenn du per Kreditkarte oder Lastschrift bezahlt hast, kontaktiere sofort deine Bank. In manchen Fällen kannst du eine Rückbuchung veranlassen. Sichere zusätzlich alle Belege und melde den Fake-Shop bei der Polizei sowie bei Plattformen wie Watchlist Internet.
Fake-Shops sehen aus wie echte Webshops, liefern aber keine Ware. Sie locken mit extrem günstigen Preisen und fordern meist Vorkasse. Ziel ist es, an dein Geld oder deine Daten zu kommen. Oft steckt dahinter auch Phishing oder Identitätsdiebstahl.
Nutze dafür Seiten wie watchlist-internet.at, die eine laufend aktualisierte Fake-Shop-Liste führen. Auch die Polizei und deine Bank sollten informiert werden, besonders bei finanziellen Schäden.
Checke das Impressum, die Zahlungsmethoden, Bewertungen und ob die Seite eine sichere Verbindung („https“) nutzt. Ein Fake-Shop-Detector hilft dir zusätzlich, betrügerische Onlineshops zu erkennen.
Achte auf Details wie Schreibfehler, fehlende Kontaktinfos, fehlendes Impressum oder nur Vorkasse-Zahlung. Mit dem Onlineshopping-Schutz Pro von Drei schützt du dich zusätzlich mit ID-Monitoring und einer Versicherung bei Online-Betrug.
Hier erfährst du, wie du Fake-Gewinnspiele und andere Gefahren im Internet erkennst. Außerdem hilft dir der Onlineshopping-Schutz von Drei bei deinen digitalen Einkäufen.
Artikel verfasst von Matthias aus dem Drei Redaktionsteam.
Über den Autor:
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