Kurz zu mir: Ich bin Christoph und bei Drei Produktmanager für unsere Sicherheitsprodukte. Dazu gehören Internetschutz, Internetschutz Pro, der Online-Shopping Schutz und die Kindersicherung Ohana. Sicherheit im Netz ist mir auch privat sehr wichtig. Als Vater von drei Söhnen kann ich aus eigener Erfahrung sprechen.
Frag zehn Menschen, ob sie einen Betrug im Internet erkennen würden. Sieben sagen ja. Einer sagt sogar: immer. Trotzdem hat im vergangenen Jahr fast jeder Vierte Geld an Betrüger verloren. Das ist längst kein Einzelfall mehr. Es ist zur Normalität geworden. Woran liegt das? Nicht an Leichtsinn. Sondern daran, dass wir Betrugsversuche oft noch mit den Methoden von gestern erkennen wollen.
Woran wir Betrug im Internet früher erkannt haben.
Vor ein paar Jahren war es einfach. Eine betrügerische Nachricht erkannte man an drei Dingen:
- Rechtschreibfehlern
- einer seltsamen Absenderadresse
- einer schlecht gemachten Website.
Auch heute prüfen neun von zehn Menschen genau das. Sie suchen nach Rechtschreibfehlern, lesen Bewertungen auf anderen Websites, schauen nach einer Telefonnummer und achten auf das Schloss-Symbol im Browser.
Das Problem ist also nicht, dass niemand prüft. Das Problem ist, was geprüft wird.
Was sich verändert hat: KI Online Betrug.
Betrüger verfassen ihre Nachrichten heute mit künstlicher Intelligenz. Die Rechtschreibung ist fehlerfrei, der Ton wirkt authentisch und die Anrede passt.
Sie können sogar Stimmen imitieren. Dafür reichen oft schon wenige Sekunden einer Tonaufnahme. Auch Websites lassen sich heute erstellen, die den echten zum Verwechseln ähnlich sehen.
In Österreich beobachtet die Watchlist Internet gefälschte Online-Shops. Diese kopieren die Impressumsdaten realer Unternehmen. Manche verlinken sogar auf deren echten Social-Media-Profile.
Dadurch verliert ein Blick ins Impressum als Echtheitsmerkmal an Aussagekraft.
Und das Schloss-Symbol? Es zeigt nur, dass die Verbindung verschlüsselt ist. Über die Identität des Anbieters sagt es nichts aus. Ein Betrüger kann ein solches Zertifikat innerhalb weniger Minuten und meist sogar kostenlos erhalten.
Phishing Erkennen: Die fünf Signale, die heute noch funktionieren.
Es gibt gute Nachrichten. Manche Merkmale lassen sich nicht wegtricksen. Denn eine Betrugsnachricht will immer eines erreichen: Sie soll dich zu einer Handlung bewegen. Und genau das verrät sie.
- Es eilt. Du sollst sofort handeln. Sonst verlierst du angeblich Geld oder eine einmalige Gelegenheit. Seriöse Unternehmen und Behörden geben dir Zeit.
- Es soll geheim bleiben. Du sollst mit niemandem darüber reden. Nicht mit deiner Bank. Nicht mit deiner Familie. Das ist keine Höflichkeit. Das ist Taktik.
- Der Kanal wechselt. Plötzlich soll es woanders weitergehen. Auf WhatsApp oder Telegram. Dort kann niemand mehr kontrollieren, was passiert.
- Der Zahlungsweg ist ungewöhnlich. Gutscheinkarten. Kryptowährung. Sofortüberweisung. Alles Methoden, bei denen sich Geld oft nicht zurückholen lässt.
- Der normale Ablauf wird umgangen. "Diesmal ausnahmsweise anders." Wer dich darum bittet, verrät sich oft genau dadurch.
Wenn dich etwas dazu bringt, schnell zu handeln, etwas geheim zu halten oder anders vorzugehen als sonst, dann halte kurz inne. Genau diese Pause ist oft der beste Schutz vor Betrug.
Warum das in Österreich gerade jetzt zählt.
Die Kriminalstatistik 2025 zählt 63.459 angezeigte Fälle von Internetkriminalität in Österreich. Besonders stark gewachsen ist dabei ein Bereich: Mit 21.988 Fällen verzeichnete er ein Plus von 8,6 Prozent.
Dahinter stecken vor allem gefälschte Nachrichten, nachgebaute Login-Seiten und Identitätsdiebstahl.
Und jetzt die Zahl, über die selten gesprochen wird: In diesem Bereich werden nur 18,3 Prozent der Fälle aufgeklärt. Vier von fünf Tätern werden nie gefasst.
Vorbeugung ist daher nicht einfach nur der bequemere Weg. Sie ist der einzige, auf den man sich wirklich verlassen kann.
Tipps: Was du sofort tun kannst - auch ohne Produkt.
- Vereinbare in deiner Familie eine feste Regel. Bei jeder Bitte um Geld wird zurückgerufen. Und zwar über eine Nummer, die ihr vorher gemeinsam festgelegt habt. Nie über die Nummer aus der Nachricht.
- Aktiviert überall dort eine zweite Sicherheitsstufe, wo es um Geld oder sensible Daten geht. Dann reicht ein gestohlenes Passwort allein nicht mehr aus.
- Behandle dein Handy genauso sorgfältig wie deinen Computer. Viele Angriffe beginnen heute per SMS, Messenger oder über gefälschte Links.
- Sprich offen über Betrugsmaschen. Wer eine Masche kennt, fällt seltener darauf herein. Und traut sich eher, im Zweifel nachzufragen.
Und wo Technik übernimmt.
Irgendwann stößt auch die größte Aufmerksamkeit an ihre Grenzen. Wenn eine gefälschte Website genauso aussieht wie das Original, hilft selbst ein zweiter Blick oft nicht mehr.
Genau hier setzt der Drei Internetschutz Pro an. Er schützt auf zwei Ebenen.
Ebene 1: Netzwerk-Abwehr von schädlichen Inhalten im Drei Netz.
Diese Ebene schützt die Datenverbindung des Geräts, für das du Internetschutz Pro gebucht hast. Der Schutz läuft direkt im Drei Netz. Du musst nichts installieren und nichts konfigurieren.
Ebene 2: Geräteschutz von Bitdefender.
Diese Ebene schützt deine Geräte, egal ob PC, Mac, Tablet oder Smartphone. Die Bitdefender-App erkennt und blockiert Schadsoftware, darunter Erpressungssoftware, die Dateien verschlüsselt, sowie Spionageprogramme, die Daten auslesen. Außerdem spürt sie Sicherheitslücken auf und warnt dich, wenn deine Daten in einem bekannten Datenleck auftauchen.
Der Unterschied zwischen beiden Ebenen ist wichtig: Die erste Ebene schützt über die Drei Datenverbindung. Die zweite schützt deine Geräte überall. Zu Hause im WLAN. Im Büro. Im Urlaub.
Der Internetschutz Pro kostet ab 2,50 Euro im Monat. Den ersten Monat gratis.
Be safe!
Christoph
Quellen: Kriminalpolizeiliche Anzeigenstatistik 2025, Bundesministerium für Inneres, veröffentlicht am 31.03.2026 / Global State of Scams 2025 Report, Global Anti-Scam Alliance / Watchlist Internet
Artikel verfasst von Christoph Prantl aus dem Drei Redaktionsteam.
Über den Autor:
Christoph Prantl ist Produktmanager für Sicherheitsprodukte bei Drei. Seine Schwerpunkte sind Mobilfunksicherheit, Sicherheits-Apps sowie Kinder- und Familienschutz. Als Vater von drei Kindern verbindet er berufliche Expertise mit persönlicher Erfahrung und engagiert sich ehrenamtlich bei Maker Austria. Weitere Beiträge von Christoph findest du auf seiner Autorenseite.