Alles rund um die Gesichtserkennung am Handy.

Text: Sarah | 05. Mai 2020 12:25

Wer ein modernes Smartphone besitzt, setzt auf die Gesichtserkennung am Handy. Dabei reicht ein kurzer Blick auf das Smartphone, um es zu entsperren – Passwörter, PIN-Codes oder Fingerabdrücke gehören somit der Vergangenheit an. Wir haben uns genauer angesehen, wie die Gesichtserkennung funktioniert, wie sicher sie ist und welche verschiedenen Möglichkeiten es gibt.

Geht es um Ihr heißgeliebtes Auto, würden Sie wahrscheinlich niemals den Schlüssel im Zündschloss stecken lassen. Und genauso wenig würden Sie Ihre Wohnungstüre Tag und Nacht angelehnt lassen. Kein Wunder also, dass Sie auch Ihr Smartphone vor unbefugtem Zugriff sichern möchten. Eine gängige Variante ist dabei die Gesichtserkennung am Handy, mit der wir uns in diesem Artikel genauer befassen.

Bitte lächeln: So funktioniert die Gesichtserkennung.

Die Gesichtserkennung am Handy weist eine einfache wie geniale Funktionsweise auf: Dabei scannen die Frontkamera und im Optimalfall auch extra verbaute Sensoren Ihr Gesicht. So wird ein 3D-Abbild am Handy gespeichert. Möchten Sie später Ihr Smartphone entsperren, wird Ihr Gesicht erneut gescannt und mit dem gespeicherten Abbild verglichen. Somit wird Ihr Gesicht im Idealfall auf mehreren Ebenen und unabhängig von Gesichtsausdruck und Lichtverhältnis erkannt und Ihr Smartphone ist vor fremdem Zugriff geschützt.

So sicher ist die Gesichtserkennung.

Ob eine Gesichtserkennung am Handy nun auch sicher ist oder nicht, hängt ebenfalls davon ab, auf welche Arten Ihr Gesicht gescannt wird. Im schlechtesten Fall wird dabei nur ein herkömmliches Foto von Ihrem Gesicht angefertigt und mit weiteren Fotos verglichen. Diese (überholte) Technik lässt sich allerdings recht einfach mit ausgedruckten Fotos austricksen. Sichere Gesichtserkennungen basieren dagegen neben einer Frontkamera auf mehreren Sensoren inklusive eines Infrarotscanners sowie einem leistungsstarken Prozessor, der möglichst viele Details der verschiedenen Scans zu einem einzigartigen Muster Ihres Gesichts zusammenfügt.

Bisher unüberwindbar: Apple Face ID.

Als positives und bisher nicht zu überlistendes Beispiel geht Apple mit der Face ID voran. Basis davon ist die sogenannte „TrueDepth“-Kamera, die aus einem Infrarotlicht, einer Infrarotkamera und einem sogenannten Punktprojektor besteht. Damit erfasst das iPhone eine Art 3D-Landkarte von Ihrem Gesicht, indem es über 30.000 Infrarotstrahlen auf Ihr Gesicht wirft und damit aller Erhebungen und Vertiefungen erkennt. Zudem erkennt die Software, ob Sie bewusst in die Kamera sehen und ob es sich bei Ihrem Gesicht nicht doch nur um ein Bild oder eine Videoaufnahme handelt. Das abgespeicherte und verschlüsselte Bild Ihres Gesichts ist also so einzigartig wie Ihr Fingerabdruck. Besonders spannend: Das iPhone lernt bei jedem Entsperren mit und erkennt Sie so auch dann noch zuverlässig, wenn Sie eine Brille tragen oder Ihre Frisur verändern.

Mit Schwächen: HUAWEI Face Unlock und Android Smart Lock.

Wie bereits erwähnt, kommt es in Sachen Sicherheit bei der Gesichtserkennung am Handy darauf an, mit welcher Technik Ihr Gesicht gescannt wird. So hat sich in Tests gezeigt, dass sowohl HUAWEI Face Unlock und Android Smart Lock grundsätzlich funktionieren – das Problem liegt allerdings meist an der Hardware im Gerät. So lassen sich Android- und HUAWEI-Handys ohne Infrarotlichter sowie -kameras und andere Sensoren etwa bereits mit einem einfachen Foto entsperren. Smartphones dieser Marken, die hingegen bereits solche Sensoren aufweisen, sind allerdings ebenfalls schwerer zu überlisten.

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Artikel verfasst von Marie aus dem Planet Drei Redaktionsteam.

Über den Autor:

Sie suchen Spannung, etwas zum Spielen und Schokolade? Nun ja, zumindest mit Spannung und Spiele-Tipps kann Planet Drei Redakteurin Marie aufwarten. Was sich auch immer gerade in der Welt der Filme, Spiele, Musik und Apps so tut – Marie ist ganz vorne mit am Start. Das möchten wir Ihnen nicht vorenthalten: Hier finden Sie alle Artikel von Marie zum Thema Entertainment.


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