AT-Alert am iPhone aktivieren: So geht's!
Schutz und Sicherheit

AT-Alert am iPhone aktivieren: So geht's!

Text: Matthias | 19. Januar 2026 08:09

Der AT-Alert ist das neue österreichische Warnsystem, das dich direkt auf deinem Smartphone informiert, wenn Gefahr, beispielsweise durch Naturkatastrophen oder anderen Krisensituationen, droht. Gut für iPhone-Nutzer:innen zu wissen: Der Dienst ist bereits fix in iOS integriert, eine eigene AT-Alert-App brauchst du also nicht. In diesem Beitrag erfährst du, wie der AT-Alert funktioniert, welche Arten von Ereignissen ihn auslösen können und wie du dich im Ernstfall richtig verhältst. Außerdem zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du den AT-Alert am iPhone aktivierst.

Was ist ein AT-Alert?

Der AT-Alert ist eine offizielle Warnmeldung bei Naturkatastrophen, Großbränden oder anderen akuten Gefahren, die direkt auf dein Smartphone gesendet wird. Das Ziel: möglichst viele Menschen in kurzer Zeit verlässlich informieren. Die Technik dahinter heißt Cell Broadcast und funktioniert ähnlich wie Radio, nur hier eben über Mobilfunk. Dabei werden Warnungen gebietsweise anonym, ohne App und ohne persönliche Daten zu nutzen, ausgestrahlt. Die Abkürzung „AT-Alert“ steht dabei für Austria Alert, also einen landesweiten Alarmdienst für Österreich. Ähnliche Systeme gibt es auch in anderen EU-Ländern, wie zum Beispiel FR-Alert in Frankreich.

Eingeführt wurde der AT-Alert im Jahr 2024, und zwar auf Grundlage einer EU-Richtlinie, die alle Mitgliedsstaaten verpflichtet hat, ein Cell-Broadcast-Warnsystem bereitzustellen. In Österreich wurde der AT-Alert gemeinsam vom Bundesministerium für Inneres, den Landeswarnzentralen und den Mobilfunkanbietern – darunter auch Drei – umgesetzt.

Es gibt abhängig vom Mobiltelefon verschiedene, aufsteigende Warnstufen. Bis auf den Notfallalarm können alle Warnstufen in den Einstellungen am Mobiltelefon deaktiviert werden:

  • Notfallalarm
  • Extreme Gefahr
  • Erhebliche Gefahr
  • Gefahreninformation
  • Abgängige Personen
  • Testwarnung
  • Übungswarnung

Beim jährlichen Zivilschutz-Probealarm, der traditionell am ersten Samstag im Oktober stattfindet, wird der AT-Alert getestet. Zeitgleich mit den bekannten, 15-sekündigen Sirenensignalen wird dabei ein AT-Alert-Testalarm auf iPhones und andere Mobiltelefone ausgesendet.

Welche Zwecke hat der AT-Alert?

Der AT-Alert dient einem ganz klaren Ziel: Menschen in Österreich rasch und direkt über gefährliche Situationen zu informieren. Ob Unwetter, Hochwasser, Brände oder andere Katastrophen: Sobald Behörden eine ernste Bedrohung erkennen, können sie per AT-Alert eine Warnmeldung an alle iPhones, Smartphones und anderen empfangsfähigen Geräte im betroffenen Gebiet senden. Das System ergänzt dabei die klassischen Sirenenwarnungen und erreicht zusätzlich Menschen, die gerade unterwegs sind oder keine Sirene hören. Besonders praktisch: Der AT-Alert funktioniert anonym, ohne dass du eine AT-Alert-App brauchst oder dich irgendwo registrieren musst.

Welche Ereignisse lösen einen AT-Alert aus?

Ein AT-Alert wird immer dann ausgelöst, wenn eine akute Gefahr für Leben oder Gesundheit besteht. Die Entscheidung trifft entweder das Bundesministerium für Inneres oder eine der neun Landeswarnzentralen, je nachdem, wo genau das Ereignis auftritt.

Typische Auslöser für einen AT-Alert sind zum Beispiel:

  • Schwere Unwetter oder Stürme
  • Hochwasser oder Überschwemmungen
  • Großbrände mit starker Rauchentwicklung
  • Lawinengefahr oder Erdrutsche
  • Chemische Unfälle
  • Katastrophenlagen mit Evakuierungsbedarf

Zur Info: Diese fünf Unwetterwarnung-Apps für Österreich kannst du dir zusätzlich installieren, um für alle Gegebenheiten gewappnet zu sein.

Wie verhalte ich mich richtig, wenn ich den AT-Alert empfange?

Wenn auf deinem iPhone ein AT-Alert erscheint, gilt: erstmal Ruhe bewahren und die Hinweise genau lesen. Die Warnmeldung informiert dich über die Art der Gefahr, das betroffene Gebiet und gibt klare Verhaltenstipps. Das solltest du tun:

  • Folge den Anweisungen je nach Situation: Bleib drinnen, meide betroffene Orte oder halte dich bereit, das Gebiet zu verlassen.
  • Informiere dich weiter: Schalte über Radio oder Fernsehen die Nachrichten ein oder besuche offizielle Webseiten für Updates.
  • Schütze dich und andere: Warne auch Personen in deiner Umgebung, die den AT-Alert vielleicht nicht empfangen haben, wie zum Beispiel Kinder oder ältere Menschen.

Der AT-Alert am iPhone wird deutlich angezeigt, lässt sich nicht übersehen bzw. überhören und kann je nach Warnstufe unterschiedliche Töne auslösen. Selbst wenn dein Gerät stummgeschaltet ist, wird der Notfallalarm laut und deutlich abgespielt. Auch beim jährlichen Zivilschutz-Probealarm Anfang Oktober kannst du üben, wie du dich im Ernstfall verhalten solltest.

Braucht es eine AT-Alert-App, um einen Zivilschutzalarm zu empfangen?

Nein, du brauchst keine AT-Alert-App, um einen Zivilschutzalarm oder andere Warnungen zu empfangen. Das System ist direkt in moderne iPhones integriert. Sobald sich dein iPhone im betroffenen Gebiet befindet, eingeschaltet ist und eine aktuelle iOS-Version nutzt (mindestens iOS 17.4), erhältst du automatisch den AT-Alert.

So aktivierst du den AT-Alert auf dem iPhone.

Vorab: Die meisten Warnmitteilungen sollten bei deinem iPhone automatisch aktiviert sein. Die höchste Stufe, der Notfallalarm, ist bei allen iPhones mit iOS ab Version 17.4 standardmäßig eingeschaltet und kann nicht deaktiviert werden.

Wenn du sicherstellen möchtest, dass dein iPhone die AT-Alert-Meldungen empfangen kann, kannst du das einfach und schnell überprüfen. Gehe folgendermaßen vor:

1. Öffne die Einstellungen auf deinem iPhone und wähle Mitteilungen

Screenshot Einstellungen iPhone

2. Scrolle nach ganz unten zum Bereich AT-Alert und stelle sicher, dass alle Warnsignale aktiv sind: Extreme Gefahr, Ernste Gefahr, Gefahreninformation, Vermisste Person, Testwarnung, Übungswarnung

Screenshot Einstellungen iPhone - Warnsignale aktiv

Alarmstufe "NEU": Hier entlang zur iPhone 17 Familie:


So kannst du den AT-Alert abbestellen.

Du musst wissen: Die höchste Warnstufe, der Notfallalarm, ist fix im System verankert und kann nicht ausgeschaltet werden. Das ist bewusst so geregelt, um bei lebensbedrohlichen Situationen alle iPhone-Nutzer:innen zu erreichen. Was du anpassen bzw. manuell deaktivieren kannst: die weiteren Warnstufen in deinen Einstellungen unter Mitteilungen ganz unten. Zur Info: Auch wenn du zum Beispiel die Testwarnungen deaktivierst, wirst du bei echten Notfällen weiterhin automatisch gewarnt.

Unser Tipp: Lass alle Warnmeldungen besser aktiviert, damit du rechtzeitig alle wichtigen Informationen, wie zum Beispiel bei einem realen Zivilschutzalarm, erhältst.

AT-Alerts im Netz von Drei.

Wenn du im Netz von Drei unterwegs bist, bist du bestens für den Empfang von AT-Alerts gerüstet. Denn: Drei ist aktiv am Aufbau und Betrieb des österreichweiten Warnsystems beteiligt. Das bedeutet, dass dein iPhone über das Drei Netz zuverlässig AT-Alerts empfangen kann, natürlich ganz ohne Zusatzkosten oder spezielle AT-Alert-App.

Wichtig zu wissen: Der Empfang eines AT-Alerts ist unabhängig von deinem Datentarif oder deinem Aufenthaltsort innerhalb Österreichs. Entscheidend ist nur, dass du dich mit deinem iPhone in einer Mobilfunkzelle des betroffenen Gebiets befindest und dein Gerät eingeschaltet ist. Selbst Roaming-Nutzer:innen, also z. B. Tourist:innen mit ausländischer SIM-Karte, bekommen die Warnmeldung, wenn sie im entsprechenden Gebiet unterwegs sind.

Fazit.

Mit dem AT-Alert wurde in Österreich ein modernes Warnsystem eingeführt, das dich direkt auf deinem iPhone über akute Gefahren informiert. Egal, ob es um Unwetter, Brände oder Evakuierungen geht: Wenn du den AT-Alert in den iPhone-Einstellungen unter „Mitteilungen“ aktivierst, bist du bestens gerüstet. Die höchste Warnstufe ist ohnehin immer aktiv. Auch die übrigen Alarmstufen solltest du eingeschaltet lassen, um keine wichtigen Infos zu verpassen. Beim jährlichen Zivilschutz Probealarm kannst du außerdem üben, wie du im Ernstfall reagierst.

FAQ.

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Artikel verfasst von Matthias aus dem Drei Redaktionsteam.

Über den Autor:

Wer es nicht im Kopf hat, hat es in den Beinen? Nicht mit Redakteur Matthias. Denn wo immer es einen Life Hack oder einen Kniff gibt, der uns das Leben erleichtert: Matthias kennt ihn – und teilt sein Wissen in seinen Artikeln gerne mit Ihnen. Du willst mehr davon? Hier geht es zu allen Beiträgen von Matthias rund um die besten Tipps & Tricks.


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