Brotback-Roboter & Riesen-TV: Was haben sie gemeinsam?

Text: Andreas List

Welche Gemeinsamkeit verbindet einen Brotback-Roboter und einen 219 Zoll großen Fernseher?

Las Vegas. Genauer gesagt die Elektronikmesse CES, die am Wochenende in Las Vegas zu Ende gegangen ist. Zeit für einen Rückblick auf spannende und skurrile Technik, die uns vielleicht auch in Zukunft begleiten wird.

Wohnzimmertauglicher Riesen-Fernseher.

Vor einem Jahr hat Samsung mit The Wall einen Mega-Fernseher vorgestellt. 146 Zoll Bilddiagonale sind für das Durchschnittswohnzimmer doch ein bisschen viel. Heuer ist in Las Vegas deshalb die wohnzimmerfreundliche Variante zu sehen gewesen. 75 Zoll (190 cm) sind aber auch noch ganz schön groß.

Beim Micro LED 75" besteht jeder Bildpunkt aus drei LEDs (RGB). Daher benötigt der Fernseher wie OLED-Geräte keine Hintergrundbeleuchtung. Schwarz wird durch Abschalten der LEDs erreicht. Im Gegensatz zu OLED hat diese Technologie den Vorteil einer besseren Helligkeit und einer längeren Lebensdauer.

Wer es dennoch größer haben will, der kann zur Variante mit 219 Zoll (556 cm) greifen. Preise für die Super-Fernseher wurden von Samsung keine genannt. Für 219 Zoll braucht man zumindest ein großes Wohnzimmer mit hohen Wänden - was auch nicht ganz billig ist.

Brotback-Roboter.

Das US-Unternehmen Wilkinson hat auf der CES seine vollautomatische Brotbackmaschine mit dem Namen "Baking Bread Bot" vorgestellt. Das Gerät kann bis zu zehn Brote in einer Stunde backen. Das einzige, was der Mensch tun muss: Die Fertigbackmischung in den großen Trichter einfüllen. Das Anrühren, Kneten, Formen und Backen übernimmt der Brotback-Roboter selbständig.

Speicherkarte mit 1 Terabyte.

Fotos schießen so viel Sie wollen und dennoch nie wieder Speicherkarte wechseln. Das ist mit der neuen SD-Karte von Lexar möglich. Denn sie hat eine Kapazität von 1 Terabyte. Der Kostenpunkt übersteigt aber so manche Kompaktkamera. Etwa 400 Euro müssen Sie für das flache Speichermedium auf den Tisch legen. Aufgrund der Größe und der Geschwindigkeit beim Beschreiben und Auslesen eignet sie sich bestens für Videoaufnahmen in 4K-Auflösung.

Fahrrad mit Wasserstoff-Antrieb.

"H2 Bike Alpha" ist das erste Fahrrad, das mit Wasserstoff angetrieben wird. Entwickelt wurde es vom französischen Unternehmen Pragma Industries. Der Strom aus der Brennstoffzelle reicht für etwa 100 km. Das kleine Kraftwerk ist im Rahmen untergebracht. Dadurch wirkt das Bike etwas klobig. Zusätzliche Power kommt aus einem extra verbauten Akku.

Für den Hausgebrauch ist das Wasserstoff-Bike allerdings nicht konzipiert. Das liegt nicht nur am Preis von 7.500 Euro, sondern auch an der nicht vorhandenen flächendeckenden Infrastruktur zum Nachtanken. Pragma Industries will seine Entwicklung an Großabnehmer wie Firmen oder Fahrradverleiher verkaufen. Die sollten auch die nötigen 75.000 Euro für die passende Wasserstoff-Tankstelle aufbringen können.

Drohne für Unterwasseraufnahmen.

Nicht zur Freude von allen haben kleine, mit Kamera bestückte Drohnen in den letzten Jahren die Lüfte erobert. Nun soll auch die Unterwasserwelt an der Reihe sein. Mito heißt das Unterwasser-Drohne, die von Navatics entwickelt wurde. Sie nimmt Videos in 4K auf und ist in der Lage, Objekte trotz Wasserströmung im Fokus zu halten.

Mito kostet 1.500 Dollar und kann bereits jetzt vorbestellt werden . Mit ihr können Sie die Unterwasserwelt bestaunen ohne nass zu werden.

Der Windelsensor.

Apropos nass werden. Kopfschütteln wird die nächste Entwicklung wohl bei einigen auslösen - der smarte Sensor für Babywindeln inklusive Bluetooth-Verbindung zum Smartphone. Entwickelt wurde der vom koreanischen Unternehmen Monit.

Der Windelsensor zeigt Eltern automatisch an, ob ihr Kind gerade ein großes oder ein kleines Geschäft erledigt hat. In den USA ist er bereits ab April erhältlich. Ob die Windelüberwachung auch nach Europa kommt, steht noch nicht fest.


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