Drei Glossar: die wichtigsten Technik-Begriffe auf einen Blick.

Text: Christoph | 12. März 2021 08:25

Wer bei den großen Fragen der heutigen Technik mitreden möchte, muss auch in Sachen Begriffe und Definitionen up to date bleiben. Deshalb finden Sie in unserem Drei Glossar alles rund um gängige Begrifflichkeiten aus der Technikwelt!

Bittet man Sie, auf Ihrem Smartphone weiter hinunter zu scrollen oder das WLAN neu zu starten, können Sie nur mit den Schultern zucken oder beginnen aus Verlegenheit gar damit, den Lichtschalter mehrfach zu betätigen? Dann ist unser Glossar genau das Richtige für Sie, denn hier räumen wir mit allen Fragen rund um Technik-Begriffe ein für alle Mal auf.

3G und UMTS.

3G wird auch UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) genannt und ist der Mobilfunkstandard der dritten Generation. Dabei können Download-Geschwindigkeiten von bis zu 42 Megabit pro Sekunde und Upload-Geschwindigkeiten von bis zu 5,8 Megabit pro Sekunde erreicht werden.

4G und LTE.

4G und LTE sind synonym genutzte Begriffe und umschreiben die vierte Generation (daher 4G) des Mobilfunkstandards. 4G nutzt den Long-Term-Evolution-Advanced-Standard (kurz LTE-Advanced) und wird daher im Alltag mit LTE gleichgesetzt. 4G- bzw. LTE-Advanced-fähige Geräte wurden erstmals 2014 auf den Markt gebracht und ermöglichen Uploadgeschwindigkeiten von 300 bis 400 Megabit pro Sekunde und Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 1.000 Megabit pro Sekunde.

5G.

Eine Weiterentwicklung von 4G ist der 5G-Standard. Dabei wird ebenfalls auf den sogenannten LTE-Standard aufgebaut. Der Ausbau von 5G-fähigen Funkzellen ist derzeit im Gange – abgezielt wird in Zukunft auf die zehnfache Geschwindigkeit von 4G.

ADSL.

ADSL ist die Abkürzung für Asymmetric Digital Subscriber Line und beschreibt eine Übertragungstechnik von Breitband-Internet für Zuhause. ADSL gehört zu den am meisten verbreiteten Techniken in Privathaushalten und zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass die Internetverbindung über Telefonanschlüsse hergestellt wird. Die Internetnutzung und das Telefonieren sind dabei gleichzeitig möglich.

Android.

Android ist ein zu Google gehörendes Betriebssystem für Smartphones, Tablets, Smart-TVs, Autos und viele weitere Geräte. Weltweit laufen rund 72 % der Smartphones mit Android oder einem Android-basierenden Betriebssystem.

Apps.

„App“ ist die Kurzform für „Application Software“ und bedeutet soviel wie Anwendungsprogramm. Vereinfacht gesagt sind Apps eigens programmierte Anwendungen, die auf Smartphones, Tablets, Computern oder sogar auf modernen Fernsehern Einsatz finden. Dabei können Apps so gut wie alles beinhalten und ermöglichen: Spiele, News, Fahrkarten-Kauf, Navigationssysteme wie Google Maps, soziale Medien wie Instagram, Twitter und Co, Wetter, E-Mails, Online Banking und vieles mehr. App-Inspirationen gesucht? Hier finden Sie unsere Empfehlungen für Jugendliche, Kinder oder für Ihr Android-Smartphone.

Betriebssystem (OS).

Betriebssysteme, häufig auch OS (Operating System) genannt, sind Programme, die die Benutzung von Geräten, wie etwa Computern, Smartphones, Smartwatches oder Smart-TVs ermöglichen. Sie erlauben es dem Nutzer, die Hardware (also die Geräte) ohne ein tieferes technisches Verständnis zu nutzen. Gängige Betriebssysteme sind auf Computern etwa Windows, MacOS oder Linux – auf Smartphones und Tablets finden für gewöhnlich Android und iOS Anwendung.

Dual-SIM.

Die meisten Handys und Smartphones bieten Platz für eine SIM-Karte – einige Geräte sind allerdings sogenannte Dual-SIM-Handys. Sie bieten Platz für zwei unterschiedliche SIM-Karten. Zur Anwendung kommen solche Handys etwa, wenn Sie sowohl privat, als auch beruflich mit unterschiedlichen Nummern telefonieren möchten – oder häufig in andere Länder reisen.

E-Scooter.

E-Scooter sind Tretroller, die durch einen Elektromotor statt durch Treten angetrieben werden. Dabei gibt es Varianten mit und ohne Sattel – gängiger sind jedoch die Varianten, auf denen der Nutzer aufrecht steht. E-Scooter dürfen in Österreich maximal 25 km/h schnell und ihre Motoren maximal 600 Watt stark sein.

eSIM.

eSIM (embedded subscriber identity module) ist ein Verfahren, das zukünftig die klassischen SIM-Karten ersetzen soll. Dabei sollen fix verbaute Module in den Smartphones und Geräten Anwendung finden, auf welche die notwendigen Nutzerdaten geladen werden können. In der Nutzung unterscheidet sich die eSIM nicht von klassischen SIM-Karten.

Funkzelle.

Als Funkzelle wird jener Bereich bezeichnet, der durch einen Mobilfunk-Sendemast abgedeckt wird. Die Größe ist etwa von baulichen und geografischen Gegebenheiten abhängig. So ist eine Funkzelle in Städten nur wenige Hundert Meter groß, in flachen und kaum besiedelten Gebieten kann sie hingegen sogar mehr als 100 Kilometer betragen.

GPS.

Unter GPS (Global Positioning System) versteht man ein globales Navigationssatellitensystem, das es ermöglicht, via Funksignal die eigene Position mit Empfangsgeräten zu bestimmen. Durch die stetige Verbindung mit diesen Satelliten können Navigationsgeräte, Smartphones und Co den Weg zu Ihrem Ziel vorgeben.

Gadget.

Gadgets sind technische Spielereien und Werkzeuge, die ein neuartiges Design oder eine besondere Funktion haben und ein spezielles Problem lösen. Beispiele: Kopfhörer, Smartwatches, PC-Cooler, Bluetooth-Lautsprecher, Mini-3D-Drucker usw.

GLONASS.

Vereinfacht gesagt ist GLONASS die russische Version von GPS. Dabei basiert GLONASS auf einem ähnlichen technischen Prinzip – dieses globale Satellitensystem entspringt hingegen einem russischen Projekt.´

Handy und Smartphone.

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wo eigentlich der Unterschied zwischen Handys und Smartphones liegt? Ganz einfach: Smartphones sind Handys, die vor allem dadurch hervorstechen, nicht nur Basisfunktionen wie Telefonieren und SMS zu ermöglichen, sondern auch internetfähig sind eine Kamera- oder GPS-Funktion beinhalten und Apps unterstützen. Handys hingegen ist der Überbegriff für alle Mobiltelefone.

Hybrid-Internet.

Hybrid-Internet ist die Mischung aus Mobilfunk-Internet und Festnetz-Internet. Die dafür genutzten, speziellen Router greifen je nach Signalstärke und Bandbreite automatisch auf das am besten verfügbare Internet zurück. Hybrid-Internet ist daher besonders zuverlässig.

Internet of Things (IoT).

Das Internet of Things umschreibt grundsätzlich eine sehr ähnliche Kommunikationsform, wie die Machine-to-Machine-Kommunikation: Auch hierbei kommunizieren intelligente Geräte automatisiert über das Internet. Der Unterschied ist allerdings, dass bei der M2M-Kommunikation zwei Endgeräte direkt miteinander kommunizieren, beim Internet of Things stecke eine weit vernetztere Infrastruktur mit mehr Geräten und größeren Netzwerken dahinter. Das Internet of Things findet daher zumeist in der Industrie, etwa in vollautomatisierten Automobilproduktionen, Anwendung.

IP-Standard.

Der IP-Standard (IP steht für International Protection) ist eine internationale Norm, die angibt, wie abgesichert technische Geräte vor Umwelteinflüssen sind und inwiefern Schutzmaßnahmen für Benutzer getroffen wurden. Dabei geben die beiden Ziffern nach dem IP Auskunft darüber, wie dicht die Geräte vor Fremdkörpern sowie Wasser sind (zB. “IP68”). Optional können zusätzliche Ziffern und Buchstaben Auskunft über den Zugang zu gefährlichen Einzelteilen des Geräts und zur Spannung geben.

LAN, WLAN und WiFi.

Immer wieder für Verwirrung sorgen auch diese Begriffe. Dabei sind gerade sie sehr einfach und aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken:

LAN steht für „Local Area Network“ und bedeutet auf Deutsch so viel wie „lokales Netzwerk“. LAN-Netzwerke ermöglichen es, mehrere Computer mit sogenannten Netzwerkkabeln miteinander zu verbinden und/oder mit einem Server, einer Festplatte oder einem Internetmodem zu vernetzen.

WLAN hingegen steht für „Wireless Local Area Network“ und funktioniert im Prinzip wie ein LAN-Netzwerk. Der Unterschied: Ein WLAN-Netzwerk besteht kabellos und rein über Funk. Hierfür kommen sogenannte WLAN-Router zum Einsatz.

WiFi beschreibt einen bestimmten Funkstandard für WLAN-Netzwerke, im Alltag werden die Begriffe WLAN und WiFi jedoch synonym genutzt.

Ob LAN, WLAN oder WiFi: Sie alle werden im Alltag in privaten Haushalten vornehmlich für die Verbindung zum Internet genutzt. Tipps für ein schnelles Internet zu Hause via WLAN finden Sie in diesem Artikel.

Lineares Fernsehen.

Lineares Fernsehen kann vereinfacht gesagt als „normales, herkömmliches Fernsehen“ beschrieben werden. Dabei wird ein fixes Fernsehprogramm zu bestimmten, festen Uhrzeiten übertragen – ein Zurückspulen oder Anhalten des Programms ist nicht möglich.

Machine to Machine (M2M).

Bestimmt haben Sie schon von smarten Haushaltsgeräten gehört: Dabei können beispielsweise topmoderne und vernetzte Kühlschränke via Sensoren und Internetverbindung signalisieren, wenn beispielsweise Ihre Milch ausgeht. Dabei wird eine Nachricht an Ihr Smartphone gesendet, das wiederum Milch automatisch auf Ihre digitale Einkaufsliste setzt. Diese automatisierte Kommunikation über das Internet zwischen zwei intelligenten Geräten ohne das aktive Zutun von Menschen nennt man Machine-to-Machine-Kommunikation.

Mesh WLAN und Mesh Router.

Wenn Ihr WLAN Router nicht genug Leistung aufbringen kann, um Ihr gesamtes Zuhause mit ausreichend starkem und flächendeckendem WLAN-Signal zu versorgen, können Sie die WLAN-Abdeckung mit sogenannten Mesh-Routern verstärken. Diese Geräte erzeugen in Verbindung mit Ihrem herkömmlichen WLAN-Router ein sogenanntes Mesh-WLAN, das eine nahtlose Signalabdeckung gewährleistet.

MMS.

Der MMS (Multimedia Messaging Service) ist eine Weiterentwicklung der herkömmlichen SMS. Er erlaubt es, multimediale Inhalte, also etwa Fotos, Tonaufnahmen oder Videos zwischen Handys zu versenden.

MVNO.

MVNO ist die Abkürzung für Mobile Virtual Network Operator und gemeinhin unter dem Namen Mobilfunk-Discounter bekannt. Sie bieten Mobilfunk-Tarife besonders günstig an, verfügen allerdings über kein eigenes Mobilfunknetz, sondern mieten Ressourcen bei einem großen, bestehenden Anbieter an.

Nano-SIM.

Nano-SIM-Karten sind SIM-Karten, die ein besonders kleines und dünnes Format aufweisen. Das Format der Nano-SIM-Karten beträgt 12,3 mm × 8,8 mm × 0,67 mm. Da moderne Smartphones immer kompakter werden, kommen Nano-SIM-Karten vermehrt zum Einsatz.

On Demand.

On-Demand-Dienste (on demand bedeutet “auf Abruf”) bieten Ihnen die Möglichkeit, Inhalte online abzurufen – wann, wo und von welchem Gerät Sie möchten. Dabei können Sie die Inhalte jederzeit anhalten, vor- und zurückspulen. Bei den am häufigsten konsumierten On-Demand-Inhalten handelt es sich um Musik, Videos oder E-Books. On-Demand-Dienste sind entweder kostenpflichtig oder gratis.

Push-Nachrichten.

Sogenannte Push-Nachrichten sind jene Nachrichten, die Sie nicht aktiv aufrufen. Stattdessen erhalten Sie diese Meldungen automatisiert vom jeweiligen Programm auf Ihrem Computer, Ihrem Smartphone, Ihrer Smartwatch oder Ihrem Tablet. Das können beispielsweise Erinnerungen, Hinweise oder Warnungen sein.

Scrollen und Scrollbar.

Scrollen bezeichnet das Navigieren auf längeren Seiten – zum Beispiel in Dokumenten oder auf Webseiten. Ist aufgrund der Bildschirmgröße also nur ein bestimmter Ausschnitt dieser Seite zu sehen, können Sie durch Scrollen den sichtbaren Ausschnitt auf einen anderen Bereich verändern. Scrollen können Sie übrigens durch verschiedene Mechaniken auf Ihrer Maus, auf Ihrem Touchpad oder über das Bewegen der Scrollbar, die sich in der Ansicht von Browsern und Co meist rechts befindet, grau gefärbt ist, und die Position des Sichtfelds markiert.

SMS.

SMS (Short Message Service) ist ein Dienst zum Versenden von Textnachrichten zwischen Handys. Die Nachrichten sind rein auf Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen beschränkt. Die erste SMS-Nachricht lautete angeblich “Merry Christmas” und wurde im Dezember 1992 verschickt.

Smart TV.

Sogenannte Smart TVs sind Fernsehgeräte, die zusätzlich zur Fernseh- einige Computer-Funktionen bieten. Dabei verfügen Smart TVs über ein eigenes Betriebssystem, Internetfähigkeit sowie Schnittstellen wie WLAN, USB-Anschlüsse, Speicherkarten-Slots und mehr.

Smartwatch.

Smartwatches sind digitale Armbanduhren, die vereinfacht gesagt kleine Computer, Sensoren, ein Touch-Display und verschiedene Schnittstellen verbaut haben. Dadurch lassen sich Smartwatches je nach Funktionsumfang mit Smartphones verbinden, können Vitaldaten erfassen, sportliche Aktivitäten tracken, Informationen von Smartphones oder verschiedener Apps darstellen und bieten oftmals sogar die Möglichkeit, zu telefonieren und Nachrichten zu verfassen.

Streaming, Streamen.

Streaming ist das Abspielen von Inhalten auf Ihrem Handy oder Computer über das Internet. Details zum Streaming erfahren Sie in diesem Blogartikel.

On-Demand-Streaming.

Beim On-Demand-Streaming werden Inhalte, wie beispielsweise Filme, live (also in Echtzeit) über das Internet bereitgestellt. Beim Ansehen dieser Videos können Sie die Wiedergabe allerdings anhalten sowie vor- und zurückspulen.

Live-Streaming.

Live-Streams sind Echtzeit-Übertragungen. Dabei wird zum Beispiel eine Videoübertragung via Internet zum Ansehen angeboten. Live-Streaming kommt beispielsweise auf der Plattform Twitch zur Anwendung, wo Internet-Persönlichkeiten Videospiele spielen und mit der Zuschauerschaft interagieren.

Tablet.

Tablets sind eine Mischform aus Computern und Smartphones. Sie bieten im Grunde sehr ähnliche Möglichkeiten wie Handys, nur die Funktion des Telefonierens ist optional. Durch das große Touch-Display reichen die Anwendungsmöglichkeiten von gestalterischen oder administrativen Tätigkeiten bis hin zum Ansehen von Filmen.

USB-Stick.

USB-Sticks sind externe Speichermedien in einem sehr kompakten Format – sie passen zumeist in Hosentaschen. Heutige USB-Sticks bieten Platz für mehrere Terabytes. USB steht übrigens für “Universal Serial Bus” und beschreibt den Anschluss- und Übertragungsstandard.

USB-Modem.

USB-Modems sind LTE-Modems, also Geräte, die eine Verbindung zum LTE- bzw. 4G-Mobilfunknetz aufbauen können, im USB-Stick-Format. Sie werden in die USB-Buchse von Laptops gesteckt und bauen so eine kabellose Internetverbindung auf.

Wischen und Swipen.

Wenn Sie einen Computer benutzen, navigieren Sie mit der Maus und dem dazugehörigen Cursor (also der kleine Pfeil, mit dem sie Dinge anklicken können) in Programmen, Mails und Co. Analog dazu wird auf Smartphones, Tablets und anderen Geräten mit Touchscreens mit den Fingern „gewischt“, „geswipet“ und „angetippt“ oder „getappt“, um das Gerät zu steuern.

Apropos Begriffe und Erklärungen: In diesem Artikel haben wir für Sie die gängigsten Smileys und Abkürzungen für Ihre nächsten SMS, WhatsApp-Nachrichten und Direct Messages zusammengefasst. Und wenn Sie gerne wissen möchten, was mit exotisch klingenden Worten wie Noob oder Camper gemeint, sollten Sie in diesen Artikel rund um die Gamersprache hineinlesen.


Artikel verfasst von Christoph aus dem Planet Drei Redaktionsteam.

Über den Autor:

Christoph kennt die Welt des „Digital Life“ mindestens so gut wie seine Westentasche: Ob coole Fakten rund ums Streamen, die neuesten E-Sports oder um die Privatsphäre im Internet – Planet Drei Redakteur Christoph kennt jeden Schmäh der digitalen Welt. Bleiben Sie hier mit Christophs Artikeln zum Thema Digital Life auf dem Laufenden.


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